Die Wahrheit wird immer nur einen sehr kritischen und idealistischen Kern zufrieden stellen, aber niemals Menschen, die einer ganz bestimmten Ideologie verfallen sind, die impliziert, dass sie sich auf Kosten von Wahrheit und Menschlichkeit auf eine bestimmte Seite zurückziehen.
von Sherry
Beispiel: Wenn jemand den Islam hasst, dann kommt es vor, dass er sich einer Ideologie widmet, die anti-islamisch ist. Bleibt er auf dieser Position, ist alles bestens. Aber einige sind schwach und schaffen die Differenzierung nicht mehr. Dann kommt es vor, dass diese Schwäche sich zu einem Hass auf alle Moslems übergeneralisiert. Eine Übergeneralisierung kann aber nur zur Wahrheitsverzerrung führen, weil man den empirischen Alltag nicht mehr bewertet, der da sagt, dass man durchaus auch netten 0815-Moslems begegnen kann, die moderat sind, weil sie eigentlich nicht mehr religiös leben, sondern nur ein Etikett tragen. Man beginnt, die Realität an seine Einstellung anzupassen, indem man Erfahrungen, die den eigenen Sterotypisierungen nicht entsprechen, einfach ausblendet oder verzerrt und die, die die eigenen Annahmen bestätigen, überbewertet und im Gedächtnis behält. Dadurch wächst ein übergeneralisierter Hass, der sich nicht nur auf diese scheiß Mollahs, Muftis, Taliban, Hizkakaullahs bezieht, sondern auf alle (!) Moslems.
Aus diesem Hass heraus entsteht nun eine uneingeschränkte, unantastbare Affinität für den größten Feind der Moslems – in dem Fall sagen wir einmal USA, Israel und whatever (wovon wir ja wissen, dass dem nicht so ist, denn ein echter Feind dieser Länder, würde niemals eine so lange und treue Existenzberechtigung bekommen, wie es z.B. die IRI mit „freundlicher Genehmigung“ bekommen hat). Beginnt diese uneingeschränkte Affinität, wird jeder menschenverachtende Scheiß, der vom „Feind meines Feindes“ entsteht, einfach gut heißen, gut geredet, relativiert, legitimiert, gar nicht erst als Wahrheit beachtet.
So entstehen extremistische Parteien. Und auf diesem Wege stirbt auch die Wahrheitsliebe. Ferner tritt man seinen einst vorhandenen Gründen, warum man begann den Islam zu hassen, mit eigenen Füßen. Hat man noch angefangen, ihn zu verabscheuen, weil er menschenfeindlich, frauenfeindlich, faschistisch, arrogant, hirnrissig und dumm! ist, beginnt man nun selbst, menschenfeindliches Handeln zu tolerieren, damit eine menschenfeindliche Religion samt ihrer Mitglieder aussterben. Viele beginnen sogar, menschenfeindlich zu handeln und zu reden. Das kennt man ja sicher von diversen Dummschwätzern.
Was ich sagen will: Die wenigsten Menschen sind stark genug, um eine gerade Linie zu gehen, in der sie ihre ursprünglichen Ideale nicht vergessen. Die wenigsten Menschen schaffen es, dass sie Krücken wie andere Länder und Ideologien hinter sich stehen haben müssen, um ihren Standpunkt klar zu machen. Ihr seid hingegen auf dem richtigen Weg. Ihr müsst nicht scheißen, um dann in einem neuen Artikel zu schreiben: „Boah, die anderen, die haben geschissen, wir scheißen aber nie!“ – obwohl jeder beim Scheißen zugesehen hat! Stellt Euch mal bitte das Ausmaß an Realitätsverzerrung und Hass vor, die diese Unfähigkeit der Selbstreflexion überhaupt bedingen können. Ein Desaster, sage ich Euch.
Also, was ich euch raten kann: Um Geradlinigkeit gewährleisten zu können, müsst Ihr Euch immer nur auf Eure Motivation und Euer Ziel konzentrieren. Lasst Euch nicht von unprofessioneller Kritik durch Beschimpfungen ablenken. Sobald jemand kommt und Euch inhaltlich mit Argumenten Kritik auf den Tisch legt, seid offen dafür, aber alles andere ist ein armseliges Gezappel, das aus Hilflosigkeit ggü. eurem Wissen resultiert, das mit Hass allein nicht bekämpft werden kann – und sonst nichts.
Denkt also nie daran, wie Ihr etwas schreiben könnt, damit es nicht auf Gegenwehr stößt, sondern bleibt bei Euch. Solange Ihr gute Quellen habt und Eure Aussagen belegen könnt, seid Ihr auf der sicheren Seite. Solange Eure Quellen keine komischen extremistischen Foren sind, sowieso. Solange Ihr weiterhin bei direkten Zitierungen aus Büchern, Interviews und Videoaufnahmen bleibt, ist Eure Qualität gesichert – das verspreche ich Euch. Und solange ihr Eure Fokussierungskraft auf Iran und der Mutter Irans Genesung legt, habt ihr euch für den richtigen Weg entschieden, aber auch für einen, der alle möglichen Strömungen treten wird, weil Ihr zu keiner dieser Strömungen gehört und verpflichtet seid: außer eben der Wahrheit..

Oha. Mein erster Artikel bei euch. *lach* Ihr seid verrückt. Danke. Ich fühle mich geehrt.
Nicht zu danken, wir danken Dir für die Wahrheit, die hier ausgesprochen wurde.
Ich lebe in einer Ecke, in der sehr viel Muslimen und Deutschen aus Russland, Kasachsten, Tadschikisten und so weiter leben, die das Recht haben einen deutschen Pass zu besitzen, ohne sich ein Körnchen darum zu bemühen die deutsche Sprache zu lernen und sich zu assimilieren. Sie sind sozusagen immer noch die UdSSR Bürger, die den russischen Sprache und Gebräuchen weiter leben! Dann auch die Muslims, über die ich nicht mehr berichten brauche!
Was sollte ich Deiner Meinung tun? Soll ich nun all diesen Nachbarn als meine Feinde betrachten und jedem den Krieg erklären, weil ich nun islamkritisch bin und schreibe oder weil ich mich hier assimiliert habe und der deutschen Sprache mächtig bin und mich nach den deutschen Gebräuchen und Gesetzen halte, den Spätaussiedlern den Krieg erklären? Muss ich nun all diese Menschen verachten und hassen, weil sie aus Unwissenheit handeln und sich nicht assimilieren lassen? Wer gibt mir das Recht für sie zu bestimmen? Das Einzige, was ich tun kann, weiterhin meine Aufklärung auf meine Art zu betreiben und die Regierung hier bei ihrer Politik zu kritisieren und zu Wahlen zu gehen und für oder gegen etwas zu stimmen!
Ich kann doch nicht ein Schwert ziehen und diese Menschen dafür massakrieren! Ich werde aufklären und der Rest ist ihnen überlassen, ob sie weiterhin so leben oder erleuchtet werden wollen!
Ich fühle mich sehr zu Deutschland gebunden, aber auch meine Wurzel und mein Vaterland kann ich nicht vergessen und vernachlässigen! Für meine Sympathie gegenüber den Juden aus aller Welt muss ich nicht Israel in den Allerwertesten kriechen, wenn da in den israelischen Quellen steht, dass mit und durch israelischen Produkte mein eigenes Fleisch und Blut in Iran erwischt, gefoltert, vergewaltigt und getötet wird!
Ich muss entweder zu dumm sein oder zu blind, um nicht sehen zu wollen, was in der Realpolitik passiert und wer sich davon profitiert! Solange wir Iraner nicht gelernt haben, dass Speichelleckerei und A-Kriecherei uns nicht weiter bringt, können wir Generationen weiter darauf warten unser Land zu befreien! Befreie ich mich von Hass und Schwar-Weiß Sehen, werde ich auch in der Lage sein mein geliebtes Land zu befreien!
Zu dem Artikel: Islamkritik ist m.E. keine Ideologie. Kritik an sich ist nie eine Ideologie, aber sie kann natürlich immer für irgendwelche Ideologien instrumentalisiert werden oder eine x-beliebige Ideologie kann sich als reine Kritik verkleiden (das gilt allgemein, nicht nur für Islamkritik).
Dann zu den Moslems, ob sie nun Namensmoslems oder sonstige sind: Sie zu hassen ist natürlich Zeitverschwendung und alle in einen Topf zu werfen ebenso. Ich für meinen Teil würde auch nie ein Individuum, ob mit Kopftuch oder lustigem Männernachthemd, ohne unmittelbaren Grund schlecht behandeln.
Für einen Europäer ist es aber auf der politischen Ebene dennoch so, dass er, ohne jegliche Hassgefühle und ohne Niedertracht, vernünftigerweise dafür sein müsste, dass sämtliche Moslems, ob gemässigt oder radikal, wieder zurück in ihre Heimat gehen.
Es ist nun einmal leider so, dass die gemässigten Anhänger einer radikalen Ideologie (und als solche sehe ich den Islam), wenn es hart auf hart kommt, zu stillschweigenden oder lauten Unterstützern der Radikalen werden und nicht zu solchen der Ideologiegegnern. Die geistige Verwandtschaft mit den Radikalen und die kulturelle Prägung des gemässigten oder Namensmoslems ist leider nun einmal grösser als der Bezug zu der abendländischen Kultur. Ich würde daraus nicht auf PI-Stammkommentatoren-Niveau einen Vorwurf an die Moslems konstruieren, denn diese haben alles Recht der Welt, sich geistig oder auch physisch auf jede ihnen beliebige Art unterdrücken zu lassen. Aber dennoch bin ich der Ansicht, dass sie nicht in unsere Länder gehören und es langsam aber sicher Zeit wird, die Koffer wieder zu packen.
Hallo Bran the blessed,
es ist natuerlich nicht von der Hand zu weisen was Sie sagen, Die dritte Sorte Namensmoslems naemlich, also z.B. so jemand wie ich, stellt fuer die Gesellschaft im Westen kein Problem dar und solche gibt es zu Hauf, das muss man auch sehen, besonders unter Iranern, weniger bei den Tuerken. Nachdem das mit dem gehen ein praktisches Problem darstellt, waehrend Islam in westlichen Staaten noch unterstuetzt wird, sollte man nachdenken wie man zumindest diejenigen, d.h. gemaessigte von dieser Religion abbringen koennte. Denn fuer die Integration waere dies ein wichtiger Schritt. Ich bin ansonsten Ihrer Meinung, wer so leben will, soll seine Koffer packen. Es passt hier nicht rein.
Vielleicht muss ich präzisieren, wie ich den Begriff Namensmoslems verstehe: Ich stelle mir darunter Leute vor, die ständig sagen, sie seien Moslems, aber keine Ahnung davon haben, was im Koran wirklich drin steht oder was für ein Arschloch ihr Prophet war und sich ständig aus Unkenntnis abwiegelnd für „ihre“ Religion betätigen. Gleichzeitig sind es aber Leute, die die kulturelle Matrix des Islams trotzdem verinnerlicht haben, wenn auch vielleicht nicht so offensichtlich. Diese Verinnerlichung lässt sie dann im entscheidenden Moment zu der schweigenden Mehrheit werden, die für alle Radikalen zu allen Zeiten immer notwendig war.
Sie sehe ich in diesem Sinne nicht als Namensmoslem und ohnehin nicht als Problem für den Westen. Denn ein weiterer wichtiger Unterschied, den die meisten Iraner in ihrer Psyche mit sich rumtragen, im Gegensatz zu den meisten Türken und Arabern, ist der, dass Sie sich nicht in erster Linie als „Einwanderer“ sehen, sondern als Exilanten (wenn SIe vielleicht auch nicht diesen spezifischen Begriff wählen würden). Ihr denken und Ihre Hoffnungen sind auf den Iran und sein zukünftiges Potential ausgelegt. Sie wollen nicht Deutschland oder sonst ein Gastland neu und nach Ihren Interessen umgestalten und Sie fordern nicht ständig die Anpassung der Gastgesellschaft an Ihre Sitten und Gebräuche oder irgendeinen Vorschuss-Respekt, den Sie aus einem primitiven und stupiden Ehrbegriff interpretieren, ohne zu wissen, dass im Westen Respekt nur aufgrund von Leistungen vergeben wird. Vielmehr sehen Sie Ihr Gastland positiv, sind in gebührendem aber nicht übertriebenen Masse dankbar, dass Sie hier leben können und haben nicht vor, den Gastgebern in ihre Angelegenheiten reinzureden.
Kurz gesagt: Ihnen fehlt die Eroberer-Mentalität bzw. die Eroberungsabsicht und deshalb sind sie und die Ihren kein Problem, sondern ganz einfach Gäste.
Ich muss aber hier nichts beschönigen: Kämen auf einmal Millionen von Iranern zu uns mit der Absicht zu bleiben und unsere Gesellschaften mitzugestalten, wären auch sie ein Problem. Genau das selbe mit Chinesen, Japanern, Indios, Eskimos oder sonst wem. Denn wenn ich in einen fremden Kulturraum einwandere und von diesem eine Anpassung an meine Sitten fordere, bin ich ein Eroberer und kein Gast mehr.
Was das Abbringen von der Religion anbelangt, kann ich Ihre Meinung nicht völlig teilen. Ich finde, jeder darf den Glauben oder Aberglauben pflegen, den er will, aber einfach nicht zwingend bei uns.
Oder anders gesagt: Es ist nicht an der Gastgebergesellschaft, Problemgruppen umzuerziehen oder zu bekehren, sondern eigentlich könnte man von Leuten, die zu einem kommen ganz einfach erwarten, dass sie sich vorher kundig gemacht haben, woher hier der Wind weht. Wenn sie das nicht tun und ihr Verhalten nicht anpassen können: Tschüsi.
Ich bin mittlerweile zu der Ansicht gelangt, dass Integration eine Leistung ist, die der Gast erbringen muss und wozu der Gastgeber eigentlich überhaupt nichts beizutragen hat. Gerade im Bezug auf die Türken ist es ja so, dass die eigentlich gar nie jemand wollte in Deutschland und die Araber kamen alle als „Flüchtlinge“. Deutschland hat sämtlichen Goodwill schon gezeigt damit, dass es diese Leute überhaupt hier reinliess und ihnen die Chance gab, nicht zu verhungern, in die Luft gesprengt zu werden oder in einem Folterknast zu enden.
Der beste Islamkritiker Ägyptens:
http://www.youtube.com/watch?v=Yb4m__LT4Yg
@Bran the blessed,
Danke für Ihren ausführlichen Kommentar. Ich bin die Erste, die dieses wunderbare Land (Deutschland) verlassen würde, wen die Mullahs weg sind und wir die Freiheit bekommen haben. Ich werde aber meinen deutschen Pass auch mit Stolz behalten und Deutschland dann als die zweite Heimat sehen, die in Zeiten der Not aus Großzügigkeit mir die Möglichkeit gab hier Fuß zu fassen.
Also ich kann nach meinem heutigen Wissensstand einfach kein Moslem sein. Seit ich weiss wie Iran von Lashkhors (Araber) erobert wurde kann ich das mit mir nicht vereinbaren. Am meisten kotzt mich dann der Masochismus der Islamisten in Iran an, die wirklich sagen, dass die Sassanidische Gesellschaft vor dem Einfall der Araber unproduktiv und leer in ihrer Substanz war und die alten Iraner den Islam quasi mit offenen Armen empfingen! Ich nenne das schlicht „Tadjawoze- Maghsi“ (Vergewaltigung des Gehirns). Hier soll suggeriert werden, dass der Islam ein Segen war und es ganz und gar nötig war, dass das sassanidische Reich von Arabern zerstört wurde. Das ist Wahnsinn! Ich versteh das einfach nicht. Da ist es der innerste Wunsch der Zoroastrier weltweit in Iran zu pilgern und die schiitischen Iraner geben haufenweise Geld aus um nach Mekka zu fliegen um dort VORISLAMISCHE, ARABISCHE Riten zu vollziehen. Dazu schlagen sie sich auch für einen Araber, der vielleicht Iraner getötet hat und würden am liebsten jeden töten, der einen Imam beleidigt. Das ist fast wie „Inception“. Da hat sich ein Gedanke in diesen Iraner so tief eingepflanzt, dass sie denken es wäre ihr eigener Gedanke. (obwohl Eslam nach wie vor deutlich arabisch geprägt ist). Es ist zum Weinen!
Geht mir genauso.
Me too! Bahrâm ist mit Recht sauer und ich hoffe, dass der Teil der Iraner endlich aus diesem Inception wach wird.
Das Problem ist fehlende Aufklaerung!
Ich würde für die 1.Klasse der Grundschule „23 sal“ von Ali Dashti als Pflichtlektüre einführen. 🙂
Obwohl ich das Buch selber nicht gelesen habe. Aber genau für das Buch wurde er ja zu Tode gefoltert. Das Thema Aufklärung was Islam angeht ist doch noch immer stark tabuisiert.
Das stimmt, es sollten sogar die Aufklärer von damals, also die Pioniere, sich auch nicht wie heute klar über diese Religion ausgedrückt zu haben und es gibt einigen Beispiele, die ich bei Gelegenheit nennen werde. Aber, diese Pioniere sind heute als Light-Aufklärer zu bezeichnen.
Ali Dashti habe ich gelesen, und ich fand ihn eigentlich gerade aufgrund seiner Lightaufklärung gut. Hätte ich vor zenhn Jahren, als ich irgendwie noch sehr jung war und dachte, der Islam sei bestimmt nicht böse, ein radikales Buch gelesen, ich hätte mich sofort abgewandt. Aber Ali Dashti hatte einen Ton drauf, der mich nicht direkt getreten hat, also habe ich es zu Ende gelesen und wollte dann mehr wisse und mehr erfahren.
Aber dieser Beitrag handelt eigentlich gar nicht vom Islam. Er war auch gar nicht als Beitrag gedacht, er war nur ein Kommentar in einem anderen Artikel. Es geht hier nur darum, dass die Fartâb joon sich wunderte, warum andere Leute „schimpfen“, selbst, wenn man Artikel mit genauen Quellenangaben und Belegen vorlegt, die die Realität akkurat wiedergeben. Ich wollte mit diesem Kommentar einen Mechanismus der Wahrheitsverzerrung zugunsten der eigenen Ideologie und des eigenen einseitigen Hasses erklären. Als Beispiel habe ich eben Islamkritiker, die über das Ziel des moralisch Erduldbaren hinausschießen, genommen. Ich hätte auch Kommunisten nehmen können, aber dazu haben wir kaum eine Verbindung.
Mir war hier wichtig, klar zu stellen, dass ich die Arbeitsweise von Parse und Parse schätze, und ihre Standhaftigkeit und Gewissenhaftigkeit auch, die sie nicht dazu verführt, sich auf irgendeine Seite zu stellen, nur weil diese Seite ihre emotionalen Bedürfnisse befriedigt.
Schönes Wochenende, ihr!
Sherry jân, ich danke Dir, dass Du jetzt die Richtung des Artikels gelenkt hast. Ich lese seit einigen Monaten auch die Berichterstattung der iranischen Opposition, die nur die berühmten Nachrichtensendungen zitieren und diese Nachrichten, die wir in Deutsch bekommen, übersetzen sie ins Persische und geben es Iranern weiter!!! Nun, die Exiliraner fangen an Assad zu beschimpfen und geben auch Parolen, dass die „Bewegung“ in Syrien auch für die Freiheit ist und wünschen sich auch, dass das syrische Volk auch siegt und so weiter und sofort. Nur, weil die Mullahs gute Beziehung zu Damaskus pflegen, wollen diese Assad genauso gestürzt sehen wie Khamenei und sein Regime, also der Freund meines Feindes ist auch mein Feind!!!
Man bemüht sich nicht aus der Geschichte zu lernen und genau sich zu informieren, wer sind nun diese Freiheitskämpfer in Syrien, die schon in den Fernsehsendungen von Saudi-Arabein laut verkündet haben, dass wenn sie die Macht übernehmen, werden sie die Minderheiten wie Alawiten, Armenier und Christen in Syrien töten und eine Säuberung veranstalten! Es gibt auch eine kurdische Minderheit in Syrien, die auch davon betroffen werden. Diese Iraner, die so denken, wollen nicht aus der Geschichte gelernt haben, dass ihre Geschichte vor 33 Jahren in Syrien wiederholt wird, Hauptsache soll der Šâh gehen, wer danach kommt, er bringt die erhoffte Freiheit und Demokratie!
Anstatt die Geschehnisse in Syrien mit Skepsis zu verfolgen, schlagen sie Partei für diese „Freiheitskämpfer“! Diese Freiheitskämpfer sind die Salafisten, die von Wahhabiten finanziert werden, weil nun Saudie-Arabien sich als Großmacht in den arabischen Ländern sehen will und glaub mir, der nächste Krieg gegen den Iran wird eher von Saudis, die jetzt die ganze arabischen Staaten hinter sich hat, attackiert werden!
Was ich hier über Syrien geschrieben habe, dient als Beispiel und ich bitte die Kommentatoren, sie mögen bezüglich Syrien da kommentieren, wo über Syrien Beiträge veröffentlicht sind.
Werter Adasir Parse: „…Die dritte Sorte Namensmoslems naemlich, also z.B. so jemand wie ich, stellt fuer die Gesellschaft im Westen kein Problem dar und solche gibt es zu Hauf“. Der Inhalt dieses Satzes ist vollkommen richtig, ich würde die Namenmuslime als Säkularmuslime bezeichen und hier als herzlich willkommen heißen.
Wer jedoch einen sehr islamkritischen Blog betreibt und die iranische Kultur und Wissenschaft von alters her so intensiv und mit schon fast heroisch anmutendem Geist und Wort betreibt und die iranische Urgesellschaft als Ziel allen iranischen Denkens und Handelns darstellt und zum Islam ein mehr als gespaltenes Verhältnis hat, ist noch Namenmuslim? Wie passt das unter einen Hut? Oder habe ich da etwas falsch verstanden? Ist Kritik an dieser Stelle erlaubt?
Warum haben Sie dann nicht schon längst den zoroastrischen Glauben angenommen oder sind bewusst Agnostiker oder Atheist. Aber Muslim, dessen religiöse Ideologie, den Iran gesellschaftliche so ruiniert und geistig verbogen hat, wäre ich an Ihrer Stelle nie und würde mich bewusst von dieser Religion auch namentlich distanzieren.
Ihre Beweggründe würden mich da schon sehr interessieren. Geraten Sie da nicht in einen privaten Gewissenskonflikt?
Lieber Bazillus,
hier darf jeder kritische Fragen stellen, wenn sie in der richtigen Form vorgetragen werden, wenn sie ggf. mit Quellen untermauert werden und ausreichend eroertert sind.
Nun zum Thema Namensmoslem: Ich weiss, dass es fuer einen Menschen aus dem Westen schwer begreiflich ist, aber prinzipiell ist offiziell ein Religionswechsel von Islam zu etwas anderen nicht oder nur sehr schwer moeglich. Wer also als Moslem geboren wurde, wie 99 % aller Iraner, bleibt offiziell immer Moslem. Aus islamischer Sicht ist eine Konvertierung gar nicht moeglich. Ein Religionswechsel ist offiziell nicht einfach damit vollzogen, dass man sagt, ich bin jetzt Christ, Atheist, Zoroastrier, etc., denn dieser Wechsel ginge auch einher mit einem Namenswechsel. Kurz: Als Christ kann ich den von meinem Vater mir gegebenen Namen Amir-Mohammad gar nicht mehr tragen und Namenswechsel sind schwierig, somit kann ich zwar von mir behaupten, ich sei was weiss ich was, aber mein Name weisst immer auf den moslemischen Ursprung hin und damit bin ich Namensmoslem, auch wenn ich diese Religion von Grund auf ablehne und auch nicht als reformierungsfaehig sehe. Jeder der damit konfrontiert ist, weiss wie schwer der Staat es einem macht seinen Namen zu wechseln. Daher heisse ich immer noch so und auch viele andere Islamkritiker tragen immer noch islamische Namen und die meisten, die nicht nachweisen koennen, dass dieser Name ihre Psyche stark belastet oder andere trifftige Gruende nennen kann, kann den Namen nicht wechseln, schon ueberhaupt nicht, wenn er eine iranische Geburtsurkunde hat oder glauben Sie, dass iranische Behoerden zulassen, dass sie einen Namen Fatemeh in Christine umwandeln lassen. Versuchen kann man es ja, wenn man lebensmuede ist. Wir koennen nur eines machen, unseren Kindern keine islamischen Namen mehr geben und das habe ich getan. Daher bin ich, und alle die islamische Namen tragen, darunter auch Iman vom Tuerkenblog, wie das Wort selbst schon sagt Namensmoslem, obwohl ich es gerne anders haette.
Werter Ardasir Parse,
wieder etwas dazugelernt. Danke. Ich dachte Namensmuslim sei so etwas wie sinngemäß Taufscheinchrist. Sie meinten den tatsächlichen Namen, der auf die muslimische Zugehörigkeit hindeutet. OK. Ist angekommen. Vielen Dank für die Geduld mit uns westlichen Unwissenden. Von Todesstrafe oder Lynchjustiz bei Ehrenmord sind Islamkritiker auch der westlichen Art „aufgeklärt“. Aber selbstverständlich ist damit auch klar, dass man den einmal erhaltenen mohammedanischen Namen nicht oder nur schwerstmöglich los wird.
Danke nochmals für Ihre Aufklärung.
Verehrter Bazillus, glaub mir, dass jede(r) sich von der Islamplage befreite Iranerin/Iraner sich schon einen persischen Namen gewählt hat und eher damit in der Öffentlichkeit gerufen wird und der arabische Name ist leider in Perso zu lesen.
Ich versichere Dir, dass nach der Befreiung eine massive Vor- und Nachnamenänderung in Iran geben wird! Aber, wie mein Kollege schon erwähnt hat, haben wir unseren Kindern wunderschönen iranischen Namen gegeben. Es gibt sogar Iraner, die zwar nicht zum Christentum konvertiert sind, haben aber auch sich vom Islam befreit, wählen trotzdem westlichen oder biblischen Namen und diese biblischen Namen dürfen nicht die arabische Form sein, wie z. B. Samuel und nicht die arabische Form Esmâ’il.
Vieles wird sich nach Mullah in Iran ändern, back to the root!
Ist zwar schon 2 Jahre her, aber ich glaub ich schreib doch etwas hin.
Fast alle meine Onkeln und Tanten wie auch meine Mutter und mein Vater haben rein persische Namen. Ich glaube jedoch, dass das eher Zufall ist. Gross nachgedacht haben sie bei der Namensgebung eher nicht. Vielleicht klangen für sie persische Namen einfach schöner. Die neue Generation im Iran gibt ihren Kindern sehr komische Namen wie Rosa, Rojin etc. Komisch ist auch, dass meine Grossväter, Grossmütter, Grosstanten… fast alle arabische Namen haben. Wisst ihr vielleicht wieso das so ist? Mein Bruder heisst Payam. Unsere Namen Pedrâm o Payam reimen sich so gut zusammen, finde ich selber sehr cool 🙂 . Wenn ich in ferner Zukunft Kinder haben sollte, wird eines davon sicher einen persischen Namen bekommen.
Nâzanin, die Zeiten ändern sich! Heute wird auch noch kaum hier jemand seinen Sohn Karl-Heinz nennen oder die Tochter Elfriede! Genauso ist es auch im Iran. Rojin ist ein persisch/kurdischer Name: Ruz; Ruk; Ruž! Und wenn jemand auch seiner Tochter Rosa nennt, ist es immer noch besser als Fatima, was in Arabisch „das weibliche Kamel in jungen Jahren“ heißt oder Bâqer, der bedeutet: Dicke und fette Kuh!