Ahmadinedschad sieht die Leugnung des Holocaust als größten Erfolg seiner Amtszeit

Der scheidende iranische Präsident Mahmud AhmadinedschadTeheran – Der scheidende iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad beschrieb am Sonntag seine Leugnung des Holocaust als einen seiner größten Erfolge, berichtete die Nachrichtenagentur Fars.

„Das war ein Tabu-Thema, dass niemanden im Westen erlaubt war gehört zu werden“, sagte Ahmadinedschad in einer Rede im Rückblick auf seine Amtszeit. „Er hatte genug Mut, um das Problem zu benennen“, sagte er. „Das brach das Rückgrat der westlichen kapitalistischen Regime“, behauptete er.

Seit er zum ersten Mal im Jahr 2005 gewählt wurde, hatte Ahmadinedschad wiederholt gedroht, Israel zu zerstören und bezeichnete den Holocaust als ein „Märchen“. Seine Äußerungen führten zu einer weltweiten Welle der internationalen Verurteilung und Proteste.

Über 6 Millionen Juden wurden in einem systematischen Völkermord, der in ganz Europa während des Zweiten Weltkriegs unter dem deutschen Diktator Adolf Hitler stattgefunden hatte, ermordet. Die Holocaust-Leugnung ist heute illegal in Deutschland und vielen anderen Ländern.

Der designierte Präsident Hassan Rohani beschrieb Ahmadinedschads antiisraelische Äußerungen als „Hass Rhetorik“, die das Land an den Rand des Krieges gebracht habe.

Ahmadinedschad sagte auch, in einer Zeremonie die von der Regierung in Teheran zu seinen Ehren organisiert wurde, dass „der Name Ahmadinejad nun auf der ganzen Welt beliebt sei. Dies war nicht nur ein Erfolg für die iranische Außenpolitik, sagte er, sondern hatte auch Irans Bild in der Welt verbessert.

„Ich hatte zwei Missionen: Iran aufzubauen und die Welt zu verbessern“, sagte er und fügte hinzu, dass die beiden Ziele „untrennbar miteinander verbunden waren.“ Während Ahmadinedschad acht Jahre im Amt war, wurde Iran nicht nur vom Westen, sondern auch von den meisten der benachbarten arabischen Staaten isoliert.

Seine kompromisslose Atompolitik, die andere Regierungen fürchteten, wurde dazu benutzt, um Atomwaffen herzustellen, führte zu finanziellen Sanktionen und einer Wirtschaftskrise, die das Land seit mehr als einem Jahr ergriffen hat. Alle sechs Kandidaten in den diesjährigen Präsidentschaftswahlen und vor allem Rohani sagte während der Kampagne, dass Ahmadinedschads Politik die direkte Ursache der Krise waren.

Quelle: Haaretz

4 Gedanken zu „Ahmadinedschad sieht die Leugnung des Holocaust als größten Erfolg seiner Amtszeit

  1. Also in 98% der Länder ist es nicht Verboten den Holocaust zu leugnen.Manche verdienen sogar ihr Geld damit.Also eine Armselige Leistung!

  2. Das einzige Verdienst Ahmadinejads ist seine Ehrlichkeit gewesen. Er sprach aus, was Regierungsmullah denkt. Rohani ist Diplomat und spricht von „Hassrethorik“. Die Kunst der Rede hat Präsident A. in bester Anknüpfung an die Demagogie des 3. Reiches missbraucht, alte seit dem Koran bestehende Feindbilder eine neue Dimension zu geben. Er reihte sich ein in die islamische Apokaypse der Hamasideologie, dass selbst Steine und Bäume den Muslimen im Endkampf verraten, dass Juden sich hinter ihnen verstecken, um von Muslimen umgebracht werden zu können. Judenhass durch Israelbashing der übelsten Weise, aber halt ehrlich. Wer den Holocaust leugnet als Präsident eines Landes, macht sich völlig unglaubwürdig. Er sah sich wohl ein wenig als Mahdi, als der Messias des Islam, den der Schiitismus erwartet. Auch dies war ihm nicht vergönnt. Diese Position hätte er mit seinem Hass aber durchaus ausfüllen können. Laut Wiki ist „…der Mahdi ist eine Person, die direkt von Allah geleitet wird… Während Ahmadi-Muslime (der Name ist für den Präsidenten wohl Programm gewesen) glauben, dass der Mahdi einen spirituellen und intellektuellen Dschihad führen wird, erwarten andere islamische Gruppen einen Mahdi, der den Islam im bewaffneten Kampf wieder erstarken lässt….“ Ahmadinejad war wohl eher der grobe Keil der Mahdisichtweise. Der Name Ahmadinejads allerdings für westliche Ohren wie die meinigen ohne jegliche Sprachkenntnisse glaubt zumindest phonetisch einige Ähnlichkeiten herauszuhören: Ahmad steht wohl für Mohammad, Dinejad klingt so ähnlich wie Dschihad? Locker flockig wurde der Name auf anderen Blogs umgewandelt in „AchmachmirdenDschihad“. Wahrscheinlich bin ich auf diese phonetisch abgewandelte Form hereingefallen. Vielleicht können die Blogbetreiber den Namen übersetzen, falls dies möglich ist. Der Name hat möglicherweise Programm. Bei der Gelegenheit kann der Name „Rohani“ auch mal übersetzt werden, wie gesagt, falls dies möglich sein sollte.

    Ja, er hatte zwei Missionen: Iran aufzubauen und die Welt zu verbessern. Beides ist ihm nicht ansatzweise gelungen, im Gegenteil, voll in die Hose gegangen. Der Nahme Ahmadinejad steht für Hass, für wirtschafltiches Desaster, für Großmannssucht ohne Inhalt, für Pflege von Feindbildern, für Radikalität in diesem Sinne für Koran- Hadithen- und die mohammedanische Sunnatreue und am Schlimmsten: für Kaltherzigkeit gegenüber den Menschen im Iran, indem er sie den internationalen Sanktionen auslieferte.

    Rohani wird zwar dieselbe Politik verfolgen. Seine Rethorik wird aber eine andere sein: Er weiß, dass der Westen auf die Rede ohne Substanz hereinfallen WILL. Der Westen in seiner Sucht offiziell nicht hinter die Kulissen schauen zu wollen (das überlässt er gern den Geheimdiensten, die den eigenen Staat im Staate bilden) will belogen werden. Der Westen steht für Zufriedenheit und für Suhlen im äußeren Schein. Dafür ist Rohani der bessere Mann. Er wird dem Westen das liefern, was der Westen in seiner grenzenlosen arroganten Naivität der „Mehr-Schein-als-Sein-Mentalität“ hören möchte. Insofern sind Jockels Hoffnungen für die Menschen im Iran möglicherweise – was die mögliche Aufhebung der Sanktionen anbelangt – berechtigt. Es sind wohl leider falsche Hoffnungen, dass sich die Grundstruktur der iranischen Politik ändern wird.

  3. Wenn der kleine A die große Lüge als eine seiner größten Leistungen bezeichnet, (kann man Lügenleistung überhaupt oberhalb Null bewerten?), dann heißt das doch, dass seine sonstigen Leistungen auch nicht bedeutend größer waren.

    Das finde ich armseelig und schlimmer noch als erbärmlich.

    Unser schnauzbärtiger A war wohl sein Vorbild, was aber auch nichts besser macht.

    Sind sie es wert, dass wir unseren Mund mit ihrem ganzen Namen besudeln?

    Die Menschen sind es wert, dass man auch über diese Führer als abschreckende Beispiele nachdenkt, und dass man die richtigen Lehren daraus zieht!

    Das geschah bei uns leider nur unvollständig und ist im Iran natürlich gar nicht offen möglich.

    Nun bin ich fast schon froh, dass der kleine A keine so große geschichtliche Bedeutung errang, dass man nun überall daran arbeitet.

    Die Geschichte wird meistens erstmal von den Siegern / Nachfolgern geschrieben. Diese haben sich wohl alle erst mal von ihm distanziert.
    Soll er doch mit dieser, – ja gar nicht mal so falschen – Behauptung noch ein bisschen Gesichtswahrung betreiben und dann endgültig verschwinden!

    Möge das Andenken SEINER OPFER erhalten bleiben!

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