Aufstieg und Niedergang der Arsakiden (13)

Der Teil 12 dieser Reihe

Die Friedensverhandlungen von Pompeius zwischen dem Iran und Armenien

Wie schon berichtet, wollte nun Pompeius nach seinen Eroberungen in Anatolien und Syrien das Königreich Armenien und das Zweistromland erobern und diese Gebiete zum römischen Reich annektieren. Die Eroberungen waren ihm in den Kopf gestiegen, daher kontaktierte er insgeheim einige Herrscher im Zweistromland und in Chuzestan und versprach ihnen wie sein Vorgänger Alexander von Makedonien, der in der Zeit Darius III dieselben Lügen und Versprechungen machte, den Herrschern in diesen Gebieten Unabhängigkeit zu geben. Durch diese Kontakte und Versprechungen bereitete er alles vor, um das Parther Reich zu attackieren, denn er dachte, wenn er jetzt den Parther König zu einem Krieg gegen sich zwingt, würde er bestimmt als Sieger hervorgehen.

Weiterlesen

Aufstieg und Niedergang der Arsakiden (12)

Die Teil 11 dieser Reihe

Die Anarchie Zeit

Die Anarchie Zeit und Sinatrukes [Sondaruk/Sa’ena Ta’era] oder Arsakes X

Nach dem Tod Mithridates II herrschte die Anarchie im Parther Reich und in jeder Ecke des Reiches beanspruchte einer den Thron für sich. In Babylonien war Gotarzes [Gudarz] nun König und gab sich den Titel Arsakes und regierte bis etwa 81 oder 80 v. Chr. und wir kennen ihn als Gotarzes I. Gleichzeitig herrschte Orodes, den einige der Historiker als den Sohn Mithridates II bezeichnen. Er war im ständigen Krieg gegen Gotarzes I. Ab etwa 81 oder 80 v. Chr. ist nichts mehr in der Geschichte über Gotarzes zu lesen und Orodes war auch nur für kurze Zeit König und nach ihm kam Sinatrukes an die Macht, der die Anarchiezeit beendete, denn vor ihm regierte noch Artabanos II, der schon sehr alt war und mit 96 Jahren starb. Sinatrukes war auch selbst ein Greis mit 80 Jahren. Er ist mit größter Wahrscheinlichkeit der Bruder Mithridates I (Arsakes VI), der damals im Krieg gegen die Skyten als Gefangener bei den Skyten für mehrere Jahre lebte, der dann durch den Megistanes Rat [Mehestân] zum König ernannt wurde, um die Anarchie- und Bürgerkriegszeit zu beenden.

Weiterlesen

Ferdowsi auf dem Mars

Aus dem Englischen von  Ardašir Pârse

Sonntag Nacht wurde der iranisch-amerikanische NASA Flugdirektor Bobak Ferdowsi und seine Frisur gleichbedeutend mit der Mars Science Laboratory Curiosity Mission. Als er hinter seinem Computer-Bildschirm saß und die Aktivität des Mars-Rovers überwachte, explodierte das Internet als Reaktion auf seinen roten und blauen Irokesenschnitt mit rasierten Sternen. Weiterlesen

Zentralasien – Geopolitik als Schattenspiel

Pârse & Pârse – Wir haben schon in der Vergangenheit sehr ausführlich über den Bernard Lewis Plan berichtet. Dieses Mal ist Zentralasien an der Reihe, denn im Krieg um die Ressourcen und Marktanteile in einer globalisierten Welt, aber auch im Krieg um geostrategische Interessen müssen die Großmächte Russland und China endgültig besiegt werden und nichts ist effizienter, als die ethnischen Völker und ihr Miteinander samt der Länder, in denen diese Völker leben, zu destabilisieren und in unruhige und nach Ethnien zerschlagene Länder entlang von Blutsgrenzen zu verwandeln, erinnern wir uns an dieser Stelle an die Zerstückelung Jugoslawiens, denn Ethnic cleaning works. Der arabische Winter tobt bereits im Mittleren Osten und droht ihn in ein Bürgerkriegsinferno zu verwandeln, Europa droht islamisiert zu werden, ein Krieg zwischen Israel und Iran könnte jeden Moment ausbrechen und nun ist Zentralasien an der Reihe.

Ein interessanter Artikel von Alexander Knjasew zum Thema:

Weiterlesen

Anti-Islam Protest: Ukrainische Feministinnen bei Olympia Protest verhaftet

London – Mehrere ukrainische Feministinnen wurden bei den Olympischen Spielen in London 2012 am vergangenen Donnerstag in einem Oben-ohne-Protest gegen den Islam bei den Sommerspielen festgenommen. Nach den Rufen von Anti-Scharia Protestparolen wurden vier Frauen wegen ungebührlichen Benehmens in Gewahrsam genommen.

Weiterlesen

Aufstieg und Niedergang der Arsakiden (11)

Der Teil 10 dieser Reihe

Die Wiedereroberungen Mithridates II

Tarn schreibt in seinem Buch Parthia The Early Kings, auf den Seiten 585 – 586: „Mithridates II hatte Sistân [Sakestan] wieder erobert und die skythischen Herrscher zu seinen Vasallen gemacht; er hatte auch die anderen Gebiete, die die Skythen in Kandahar, Arius (Herat) [Âriyâ] und anderen parthischen Provinzen besetzt hatten, bis in die Nähe des Flusses Arius (Ochos) [heute Hari Rud] wieder erobert. In den chinesischen Berichten, aus dem Jahr 115 v. Chr., des chinesischen Gesandten Ch’ang Ch’ein, der ca. 129 v. Chr. ins Parther Reich geschickt wurde, wird entnommen, dass Mithridates II seine Eroberungen vom Fluss Amudarja bis in den Nordens Yen Ts’ais (Aorsi/Aral) vergrößerte; er brachte die gesamten Kaspischen Steppen, in denen die Massageten lebten, unter seine Kontrolle. Und somit wurden die östlichen Grenzen des Parther Reiches vom Zentrum nach Kandahar und Merw [Marguš/Margiyana] und vom Norden her bis in die Kaspischen Steppen und vom Osten her bis nach Indien ausgedehnt. Auf den Münzen, die in diesen Gebieten, unter der Herrschaft Mithridates II geprägt wurden, sind die Namen der Gebiete in griechischer Schrift geprägt, wie Traxiane, Merv und Aria. Das Ergebnis dieser Eroberungen war, dass die Massageten Stämme eine schwere Niederlage gegen Mithridates II erlitten haben und die mächtigsten Stämme von ihnen machten sich dann auf den Weg in Richtung Indien. Im Süden Irans konnte Mithridates II die Satrapie Pârse unter seine Herrschaft bringen, und weil die Lokalkönige im Pârse Gebiet alle den zoroastrischen Glauben praktizierten, gibt es aus der Zeit Mithridates II Münzen von ihm, auf denen ein Feuertempel zu sehen ist“.

Weiterlesen

Aufstieg und Niedergang der Arsakiden (10)

Der Teil 9 dieser Reihe

Artabanos II [Artabân/Ardavân II] oder Arsakes VIII

Nachdem Phraates II im Kampf gegen die Skythen getötet wurde, wurde Artabanos II, der ein Greis und der dritte Sohn von Phriapatios [Friyâpet/Feriyâpet] (Arsakes IV) war, zum König gewählt. Justinus schreibt im Buch XLII, Kapitel 2, dass dieser König der Onkel von Phraates II war. Justinus und Gutschimd schreiben: „Artabanos II wurde durch Megisthanes [Mehestân], der Rat des Adels und der Prinzen, wegen der besonderen Lage in der sich das Reich befand, zum König ernannt. Die Skythen hatten sehr viel Unheil über das Land gebracht und bis auf eine Gruppe, die sich in Drangiana (später Sekestân/Sistân) niederließ, kehrten sie wieder zurück“.

Weiterlesen

Aufstieg und Niedergang der Arsakiden (9)

Der Teil 8 dieser Reihe

Die Ereignisse nach diesem Krieg

Nach dieser herben Niederlage der Seleukiden, die der letzte Krieg und der letzte Versuch war den Iran wieder zu erobern, schickten seleukidische Regierungsbeamte eine Delegation in den Iran, denn sie fürchteten, dass nun Phraates II in Syrien und Anatolien einmarschiert und der Herrschaft der Seleukiden ein Ende setzt; sie wollten einen dauerhaften Frieden und Freundschaft zwischen beiden Ländern. Es waren genau die Staatsmänner, die damals das Friedensangebot von Phraates II abgelehnt hatten und den Delegationschef blendeten.

Weiterlesen

Beschneidung: Angela Merkel und ihr gespaltenes Verhältnis zum Grundgesetz

Berlin – Das im Mai 2012 gefällte Urteil zum Verbot der rituellen Beschneidung von minderjährigen Jungen das in zweiter Instanz vom Landgericht Köln gefällt wurde, stieß bei der Kanzlerin Merkel vergangene Woche auf heftige Kritik.

Weiterlesen

Liberalismus, das Kernproblem in Iran (3)

2. Teil dieser Reihe

von Eran

Der Liberalismus in Iran: Iran sollte zerschlagen werden

Der Machtkampf der Engländer und der Russen setzte sich fort. Im Frühjahr 1911 berief das persische Parlament den amerikanischen Finanzexperten Morgan Shuster als Schatzkanzler ein. Dieser führte eine Steuergesetzgebung nach westlichem Vorbild in Persien ein, und verhalf so dem noch jungen persischen Staat zu umfassenden Einnahmen. Um die Steuerforderungen des Staates gegenüber den Großgrundbesitzern durchsetzen zu können, gründete er eine eigene Steuerpolizei, die unter der Leitung eines ehemaligen britischen Offiziers stand. Die Großgrundbesitzer, die russische Darlehen hatten, wandten sich nun an Russland, das umgehend die Absetzung Shusters forderte. Da das Parlament sich dieser Forderung nicht beugte, marschierten russische Truppen in Persien ein, beschossen die Moschee in Mashhad und lösten das Parlament auf. Shuster gab sein Amt auf. Die konstitutionelle Bewegung in Persien war zum zweiten Mal durch Russland in ihrem Vorhaben gestoppt worden. Auch dieses Mal hielt sich Großbritannien an das 1907 geschlossene Abkommen und griff nicht in die politischen Auseinandersetzungen zwischen Russland und Persien ein. Weiterlesen

Liberalismus, das Kernproblem in Iran (2)

Teil 1 dieser Reihe

von: Eran

Der Vater des britischen Liberalismus: John Locke

John Locke war ein Hauptvertreter des britischen Empirismus und gilt allgemein als Vater des Liberalismus. Er bildet zusammen mit George Berkeley (1684–1753) und David Hume (1711–1776) das Dreigestirn der britischen Aufklärung und des aufkommenden Empirismus. Des Weiteren ist er neben Thomas Hobbes (1588–1679) und Jean-Jacques Rousseau (1712–1778) einer der bedeutendsten Vertragstheoretiker in der frühen Phase des Zeitalters der Aufklärung. Seine politische Philosophie beeinflusste die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten, die Verfassung der Vereinigten Staaten, die Verfassung des revolutionären Frankreichs und über diesen Weg die meisten Verfassungen liberaler Staaten maßgeblich. In seinem Werk Two Treatises of Government argumentiert Locke, dass eine Regierung nur dann legitim ist, wenn sie die Zustimmung der Regierten besitzt und die Naturrechte Leben, Freiheit und Eigentum schützt. Wenn diese Bedingungen nicht erfüllt sind, haben die Untertanen ein Recht auf Widerstand gegen die Regierenden. Weiterlesen

Liberalismus, das Kernproblem in Iran (1)

Von: Eran

Mit der Machtergreifung der Ayatollahs im Jahre 1979 wurde in Iran ein totalitäres Regime erschaffen, welches das Land außenpolitisch isoliert und in eine Sackgasse geführt hat. Während einerseits die Machthaber in Iran mit aller Gewalt die islamischen Grundsätze als Staatsideologie nach der Vorstellung ihres Begründers Ayatollah Khomeini verteidigen, suchen die Mehrzahl der Iraner in einem säkularen System die Alternative zu einer Islamischen Republik.  Weiterlesen

Wie Iran seine Zukunft zerstörte

Dieser Artikel wurde ins Spanische übersetzt

Die Hinrichtung von Habib Elghanian des prominentesten jüdischen Industriellen und Philanthropisten war ein Wendepunkt für das Land. Stellen Sie sich vor, wo die US-Wirtschaft heute wäre, wenn John Jacob Astor, Cornelius Vanderbilt, Andrew Carnegie oder irgendeiner der Magnaten, die mithalfen Amerika in eine industrialisierte Gesellschaft zu verwandeln, durch ein revolutionäres Exekutionskommando erschossen worden wären. Das ist genau das, was Im Jahr 1979 in Iran meinem Großvater, Habib Elghanian, Irans prominentesten jüdischen Industriellen und Philanthropisten geschah.

aus dem Englischen von  Ardašir Pârse

Weiterlesen

Islamische Unkultur: Sie wurde entführt, gefesselt und immer wieder vergewaltigt

Dieser Artikel wurde ins Spanische übersetzt

Kabul – Tatort Afghanistan. Die 18-jährige Lal Bibi wurde von afghanischen Polizisten entführt, gefesselt und 5 Tage lang vergewaltigt. Doch anstatt für diese Schande Selbstmord zu begehen wie es die islamische Tradition in Afghanistan verlangt, will sie die Verurteilung der Täter. Sie tut das, was Frauen in Afghanistan niemals wagen würden und tausende Frauen beobachten jetzt wie Afghanistan und die Welt auf das Schicksal dieses Mädchens reagiert. Weiterlesen

Von Allah zu Jesus

Immer mehr Iraner konvertieren trotz Repressalien zum Christentum. Auch in Österreich wachsen die iranischen Christengemeinden stark. Weiterlesen

Aufstieg und Niedergang der Arsakiden (8)

Der Teil 7 dieser Reihe

Die Kriegserklärung Antiochos VII Sidetes gegen Phraates II

Inzwischen konnte Antiochos VII Sidetes seinen Feind, den Usurpator Tryphon besiegen und den Bürgerkrieg von 146 bis 137 v. Chr. beenden, und die Kriege gegen die Juden von 137 bis 133 v. Chr mit der Eroberung von Jerusalem für sich entscheiden, dann die jüdische Herrschaft anerkennen und durch ein Bündnis mit den Juden sie auf seine Seite ziehen, um im Jahr 129 v. Chr. mit einer Armee von 300.000 Mann bestehend aus 80.000 Kriegern, Dienern, Mitläufern, Köchen und Schauspieler den Feldzug in den Iran zu unternehmen.

Weiterlesen

Hier ist Teheran, die Hauptstadt eines reichen Landes!

Wenn man(n) seinen Job verliert und nicht mehr in der Lage ist die Miete zu zahlen! Ein Bilderbuch aus Teheran! Es war einmal eine Revolution, die gegen die Ungerechtigkeit und Armut im Iran angezettelt wurde! In diesem Land gibt es auch eine lächerliche Einrichtung namens Mostazafan Foundation of Islamic Revolution. Die Bilder sprechen für sich! Weiterlesen

Aufstieg und Niedergang der Arsakiden (7)

Der Teil 6 dieser Reihe

Demetrios II erklärte inzwischen dem Parther König Mithridates I den Krieg. Hassan Pirnia [Hasan Pirniyâ] in seinem Buch Irâne Bâstân [der antike Iran], auf den Seiten 2236 u. 2237, Justinus Buch XXXVI, Kapitel 1 zitierend schreibt: „Bei seinem Vorhaben hoffte Demetrios II, die griechischen Städte in Iran und das Griechisch-Baktrische Reich würden ihm bei seinem Krieg helfen, denn das Griechisch-Baktrische Reich lebte seit der Niederlage und den Verlusten seiner Gebiete in Angst und Bange und sehnte sich danach diese Gebiete zu erobern. Einige der ehemaligen seleukidischen Satrapien unterstützten Demetrios II bei diesem Krieg und an die 300.000 Soldaten bildeten die Armee. Demetrios II schlug in ein paar Kriegen die Parther. Mithridates I hat, um den Krieg wegen der großen Zahl von Demetrios Armee zu gewinnen, durch einen Hinterhalt den Krieg beendet, in dem er vorgab, er wolle einen Frieden mit Demetrios II schließen und lockte ihn ohne seine Schutzmänner und nahm in gefangen“.

Weiterlesen