Iran: Ein Land im Wandel der Zeit?

Bildquelle_©The Economist

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Ein Kommentar von Ardašir Pârse

Teheran – Vom Kaukasus bis hin zu den Gewässern des Indischen Ozeans, können die Iraner aufmerksam beobachten, wie ihre Regierung mit ausländischen Mächten über die verhängten Handelssanktionen wegen seines Atomprogrammes feilscht. Beinahe jede Stunde wird im iranischen Fernsehen die Hoffnung auf die Nachricht verfolgt, dass die Sanktionen aufgehoben werden.

In der Hoffnung ein nukleares Wettrüsten im Nahen Osten zu verhindern, haben die USA und ihre Verbündeten, wegen Irans Atomprogramm, es sehr schwierig für Iran gemacht, sich im internationalen Handel zu engagieren. Die Ölexporte des Landes sind auf die Hälfte ihres früheren Niveaus zusammengeschrumpft. Die iranische Regierung, hat für ihren Teil, ausführliche Gespräche mit Ländern, die als feindlich betrachtet werden, zumindest offiziell und öffentlich eingestellt. Die Motive dafür, sind sowohl interner als auch externer Natur. Alle Seiten sind daran interessiert, eine Lösung für diesen langen andauernden Stand-off zu finden. Eine Deadline wurde auf den 24. November 2014 festgelegt.

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Putenbrust mit Safran, Maronen, grünen Oliven und Granatapfelkernen an gebutterten Basmati Reis

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ein Rezept von Ardašir Pârse

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Ayādgār-ī Zarērān

Abb.1: Der heldenhafte Spandyād, der Sohn des Wištāsp Šāh

Abb.1: Der heldenhafte Spandyād, der Sohn des Wištāsp Šāh

Von: Bahrâm

Das mittelpersische Werk Ayādgār-ī Zarērān – („Erinnerungen an Zarēr“) ist die sasanidische Nachbearbeitung eines parthischen Epos über die religiösen Kriege zwischen dem Königreich des Wištāsp Šāh und dem Reich des Arĵāsp, dem Herrn der Xyons. Die Grundlage der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen beiden Fraktionen wird dabei durch den Übertritt des Wištāsp Šāh und seines Hofstaates zur mazdayasnischen Religion gebildet. Arĵāsp, der Herr der Xyons, ein den Iranern verwandtes Volk, akzeptiert die neue, durch Zardušt offenbarte Religion nicht, denn er hält an dem vorzarathustrischen, iranischen Paganismus fest und legt in einem Brief dem Wištāsp Šāh nahe, die mazdayasnische Religion zu verwerfen, um wieder gemeinsam den alten Glauben zu praktizieren; andernfalls würde Arĵāsp die iranischen Gegenden mit seiner Armee angreifen und großflächige Zerstörung bringen. Wištāsp Šāh weigert sich standhaft und so kommt es zu einem unvermeidlichen Zusammenprall der verfeindeten Armeen. Bezüglich des Schreibstils beschrieb die verstorbene Iranistin Mary Boyce das Ayādgār-ī Zarērān als ein Werk, „welches den Konventionen der heroischer Epik folgt, die durch viele Hyperbeln, fixen Epithetons und einer reichen Fülle an Vergleichen und formalen Repetitionen gekennzeichnet ist.“ (BOYCE M., 2012) Weiterlesen

Marinierte Hühnchenschenkel in Walnuss-Granatapfel-Sauce an Basmati-Reis mit Saftranhäubchen

Fessendjan 1

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Kalbsragout in grüner Salatblattsauce mit Pflaumen und Walnuss an Basmati-Reis mit Safranhäubchen

Kalbsragout in grüner Salatblattsauce mit Pflaumen und Walnuss an Basmati-Reis mit Safranhäubchen 1

ein Rezept von Ardašir Pârse

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Marinierter persischer Wachtelspieß mit Kräutern auf Basmati-Reisbett an Grilltomate

Wachtel 3

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Iran: Galgenfrist für Vergewaltigungsopfer?

Bildquelle: Telegraph.co.uk Reyhaneh Jabbari

Bildquelle: Telegraph.co.uk
Reyhaneh Jabbari

Teheran – Vor fünf Jahren wurde Reyhaneh Jabbari in Iran zum Tode verurteilt – der heute 26-Jährigen wird vorgeworfen, ihren angeblichen Vergewaltiger getötet zu haben. Nun haben die Behörden ihr offenbar in letzter Minute eine Galgenfrist von zehn Tagen gewährt. Das gab die Menschenrechtsorganisation Amnesty International unter Berufung auf nicht genannte Quellen bekannt, so der britische „Independent“. Jabbaris Mutter bestätigte laut Medienberichten, dass ihre Tochter noch lebe. Demnach sollte die Angeklagte Dienstag gehängt werden. Teherans staatliche Nachrichtenagentur bestritt, dass die Strafe kurz bevorstand. Weiterlesen

Gefüllte Datteln im Sesammantel auf Kaktusfeigen-Carpaccio und Kräuter-Dip

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ein Rezept von Mira und Ardašir Pârse

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Joghurt-Kichererbsen-Suppe mit Hackbällchen und Minze-Häubchen

Ashe-Mast 1

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Atomstreit: Irans Botschaft lautet: Geben und Nehmen

Bildquelle Crashonline.de  Flagge-Islamischer-Staat-Verbot

Bildquelle Crashonline.de
Flagge-Islamischer-Staat-Verbot

Teheran – Wegen Irans großem Einfluss in Irak und in Syrien, halten die USA und seine Verbündeten es für schwierig, die Atomverhandlungen getrennt von anderen Konflikten in der Region zu sehen. Denn Teheran erwartet mehr Flexibilität im Atomstreit im Austausch. Iran ist grundsätzlich bereit, mit den USA und seinen Verbündeten zusammenarbeiten, um den militanten islamischen Staat zu stoppen, würde aber gerne mehr Flexibilität in Bezug auf sein Urananreicherungsprogramm sehen.

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Gefüllte Sepien vom Grill an Reis der Liebenden mit Chili-Orangenblüten-Marmelade

Gefuellte Sepientuben an Reise der Liebenden und Chilli-Orangenblueten-Marmalade 1

ein Rezept von Ardašir Pârse Weiterlesen

Gegrilltes Lachsfilet mit Zitronenpfeffer an Safran-Sahne-Berberitzen-Reshteh und persischen Kichererbsen-Salat mit Sultaninen

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ein Rezept von Ardašir Pârse

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Altiranische Kosmogonie – der Verteidigungskampf der materiellen Schöpfung (8)

Âfarineše HastiVon Artaxerxes I.
Als der unterlegene Ahriman und sein dämonisches Gefolge zur eiligen Flucht in die unendliche Finsternis ansetzten, lösten sich die materiellen Schöpfungen langsam aus ihrer lähmenden Ohnmacht und gingen nun ihrerseits entschlossen zum Angriff über.

Die erste materielle Schöpfung, die sich Ahriman in den Weg stellte war dabei der Himmel. Der Geist des Himmels, der zuvor aus Furcht klein beigegeben hatte, erschien nun in der Gestalt eines agilen, heldenhaften Kriegers, der mit einer metallenen Rüstung gewappnet ist und stellte sich mutig Ahriman in den Weg. Um ihn an der Flucht zu hindern, erbaute der Geist des Himmels zunächst eine unsichtbare Mauer um das Himmelsei. Dieser Mauer wurde dann von Ohrmazd anschließend zu einem massiven Wall umgewandelt, deren Härte dabei die des metallenen Himmelgewölbes bei weitem überrragte, so dass Ahriman nicht wie zuvor ein Loch in sie schlagen konnte. Um diese Festung stellte Ohrmazd die Frawahr der wohltätigen Menschen auf, die so dicht formiert waren „wie die Haare auf einem Menschenhaupt“. Weiterlesen

Altiranische Kosmogonie – der Einbruch in die gute Schöpfung (7)

Âfarineše GitiVon Artaxerxes I.
Während der 3000 Jahre, in der die materielle Schöpfung in Verteidigungsbereitschaft stand, verbarg sich der ohnmächtige Ahriman weiterhin in den tiefsten Abgründen der unendlichen Finsternis. Der böse Geist vermochte es nicht, sich aus seiner Ohnmacht zu befreien, denn zu tief saß der Schock, den der heilige Gesang des Ohrmazd in seinem Körper und seinem Geist einst ausgelöst hatte.

Die dämonischen Kreaturen sorgten sich deshalb sehr um ihren Meister und schmiedeten umgehend einen Plan. Sie versuchten dabei ihren Vater aus der Passivität zu locken, indem sie ihn mit ihrer Kampfesbereitschaft zu einem Angriff auf die gute Schöpfung ermutigen wollten. Die gesamte Schar an Dämonen versammelte sich dazu in seiner Nähe und jeder sprach abwechselnd vor ihm diese Worte:

„Erhebe dich, unser Vater! Denn wir wollen in der Welt Krieg anstiften; dieser Krieg wird es sein wodurch dem Ohrmazd und den unsterblichen Heiligen Bedrängnis und Ungebürlichkeit entstehen soll!“ Weiterlesen

Altiranische Kosmogonie – die Erschaffung der Lichter (6)

$233483Von Artaxerxes I.
Nachdem die sieben materiellen Schöpfungen ausgeformt waren, begann Ohrmazd die irdischen Lichter zwischen der Erde und dem Himmel anzubringen. Von diesen Lichtern erschuf Ohrmazd zuerst die Sterne der Konstellationen (Stārān-ī axtarīg 1); diese fixierte er an das dunkelblaue Firmament (Spīhr 2) oberhalb der Wolkenspähre, dass aus dem leiblichen Körper der unendlichen Zeit geformt ist. Weiterlesen

Altiranische Kosmogonie – die Erschaffung der materiellen Welt (5)

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von Artaxerxes I

Während der ohnmächtige Ahriman in den tiefsten Abgründen der unendlichen Finsternis verblieb, nutzte Ohrmazd seine Abwesenheit für die Erschaffung der materiellen Schöpfungen (Gētīg 1), die er schon lange zuvor als geistige Urformen in einem Körper aus Feuer eingeschlossen hatte. Dieser Übergang der geistigen Prototypen in ihre materielle Form wurde von den alten Iranern wie die Geburt eines Menschenkindes vorgestellt, dass im Mutterleib zuvor eingeschlossen ist.

Die unergreifbaren und bewegungslosen Urformen wurden dabei in geistiger Weise so ernährt, wie ein männlicher Same (Šusar 2), der Nahrung in der Nässe der Gebärmutter vorfindet. Dieser Same vermischt sich im Laufe der Zeit mit dem mütterlichen Blut; aus diesem Akt heraus entsteht schließlich der menschliche Embryo. Ursprünglich gleichförmig beschaffen, wird sich die Gestalt des Embryos durch die Bildung seiner vier Gliedmaßen ändern. Mit dem darauffolgenden Prozess der „Aushöhlung“ entwickeln sich anschließend die Augen, die Ohren und der Mund, mit dem der Neugeborene seine Umwelt wahrnehmen wird. Zuletzt erfolgt die Geburt des menschlichen Fötus, welches durch einen natürlichen Auftrieb beginnend sich auf eigenen Füßen fortbewegt, so wie die fertigen materiellen Schöpfungen nach ihrer endgültigen Ausformung ihre Aufgaben in der irdischen Welt wahrnehmen werden. Aus diesem Grund glaubten die alten Iraner, dass Ohrmazd für seine Geschöpfe sowohl Mutter (Mādar 3) als auch Vater (Pidar 4) war; ersteres, weil er die geistigen Prototypen wie eine Mutter ihr Embryo in ihrem eigenem Leib ernährte , zweiteres, weil er mit der materiellen Ausgestaltung der Prototypen wie ein Vater war, der seinem neugeborenen Kind den Weg in das Leben weist.

Kurz bevor der Schöpfer Ohrmazd sich jedoch der Erschaffung der materiellen Welt annahm, berief er noch kurzerhand eine Versammlung mit den Frawahr 5 der zukünftigen Menschen ein, die aus dem Samen des Urmenschen geboren werden. Ohrmazd wollte sich nämlich vergewissern, ob diese überhaupt damit einverstanden wären, in die materielle Welt und damit in die Vermischung von Gut und Böse gesetzt zu werden; deshalb stellte er ihnen folgende Frage: Weiterlesen

Altiranische Kosmogonie – der Vertrag (4)

Ahurâ Mazdâ-AhrimanVon Artaxerxes I.
Nachdem nun auch die böse Schöpfung unter Ahriman ins Leben gerufen wurde, wurde Ohrmazd in seinem hohen Wohnsitz auf sie aufmerksam. Er betrachtete mit prüfendem Blick die dunklen Kreaturen seines Gegners, welche nach dem Willen ihres Meisters schrecklich, moderig und böse beschaffen waren. Für einen Gott wie Ohrmazd schienen sie ihm kaum verehrungswürdig, deshalb pries er sie nicht an. Ahriman dagegen blickte voll Bewunderung auf die reinen Geschöpfe des Ohrmazd, denn auch wenn er sich in heftiger Opposition zu ihnen sah, konnte er nicht umhin zuzugeben, dass sie aufgrund ihrer Allwissenheit, Sieghaftigkeit und Tiefsinnigkeit absolut preiswürdig waren; so kam es, dass der böse Ahriman die Schöpfung seines Gegenübers in höchsten Tönen lobte. Weiterlesen

Altiranische Kosmogonie – geistige Schöpfungen (3)

Ahurâ MazdâVon Artaxerxes I.
Ohrmazd erschuf zuallererst die Existenz des Spirituellen in der Form des guten Vorankommens (Nēk-Rawišnīh), welches seinen eigenen Körper zum Guten hin vervollkommnen wird. Jener Geist stellt die Basis für die Erschaffung der gutartigen Schöpfung von Ohrmazd dar, denn er erschafft aus reiner Wohltätigkeit und Güte. Bevor sich Ohrmazd daran machte, seine geistige Schöpfung weiterzuführen, hielt er kurz inne und erblickte mit seinem erleuchteten Weitblick folgendes:

„Ahriman wird niemals von seiner Feindschaft ablassen; dieser Widersacher wird nicht machtlos gemacht werden außer durch die Erschaffung meiner Geschöpfe“ Weiterlesen

USA: Obamas lethargisches Verhalten gegenüber dem islamischen Staat IS

Obama
ein Kommentar von Ardašir Pârse

Washington – „Die erste Zelle syrischer Rebellen, von der CIA in Jordanien ausgebildet und bewaffnet, begibt sich auf ihren Weg nach Syrien,“ sagte US- Präsident Barack Obama Senatoren, noch im September 2013. Bei einem Treffen im Weißen Haus, versicherte der Präsident Senator John McCain, dass nach Monaten der Schulungen von Rebellen, die USA ihre Verpflichtung zur offenen Unterstützung der Rebellen (ISIS) in Syrien ausweiten. Obama sagte damals, „…dass eine 50-Mann-Zelle von US-Spezialeinheiten in Jordanien ausgebildet wurde und ihren Weg über die Grenze nach Syrien machte.“ Die Terror Einheit schien die erste Gruppe von Terroristen zu sein, die von der CIA, mit Wissen und auf Veranlassung der Obama-Administration in einem jordanischen Lager, jenseits der Grenze Syriens, ausgebildet und bewaffnet wurde, und in den syrischen Bürgerkrieg geschickt wurde. Heute kämpfen sie nicht nur in Syrien sondern auch in Irak im Islamischen Staat. Die Jerusalem Post berichtete noch im Mai 2014, dass Experten der Auffassung seien: “Ausländische Milizen bilden globale Jihad-Netzwerke, wenn sie zurück nach Hause kommen; denn in Syrien, treten vor allem ausländische arabische Kämpfer den Al-Qaida verbundenen Dschihad-Gruppen und ihren jihadistischen Rivalen bei.“ Die rund 5.000 ausländischen arabischen Aufständischen, die in syrischen Rebelleneinheiten kämpfen, sind kollektiv “eine tickende Zeitbombe für ihre Herkunftsländer”, ergab die damalige Studie, die von israelischen Sicherheitsexperten veröffentlicht wurde.

Heute muss diese Politik in Frage gestellt werden, doch Obama ist noch immer nicht bereit diesen Fehler einzugestehen und zu korrigieren. Die USA, als wankende Weltmacht, führen heute nicht mehr das große geopolitische Spiel im Nahen Osten an, das sich ihre Think Tanks in ihren pervertierten Hirnen ausgedacht haben, das Spiel ist ihnen aus der Hand genommen worden und entglitten, und von neuen und alten Global Playern und von ihnen selbst hoch gerüsteten Terrorbanden übernommen worden.

Einen Tag bevor der islamische Staat ein Video der brutalen Hinrichtung des amerikanischen Journalisten James Foley veröffentlichte, erklärte Präsident Barack Obama bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, dass der Sieg des islamischen Staates nicht in seiner Verantwortung liegt. „Wir sind nicht das irakische Militär, wir sind noch nicht einmal die irakische Luftwaffe“, sagte Obama und fügte hinzu: „Ich bin der Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte, und Irak muss letztendlich für die eigene Sicherheit sorgen.“

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Persischer Kichererbsen-Salat mit Sultaninen

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