Iran: Unter dem Schleier sterben die Blumen (2013)

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Jahresbericht über die Todesstrafe in Iran 2013

Mit mehr als 687 Hinrichtungen, ist die Zahl der Hinrichtungen in Iran im Jahr 2013 die höchste seit mehr als 15 Jahren. Mehr als 68% aller Hinrichtungen haben nach den Präsidentschaftswahlen vom 14. Juni stattgefunden.

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Iran-Israel: Ein enttäuschter Benjamin Netanjahu: „Die Welt ist gegen Israel“

Foto: Tomer Appelbaum  Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, hält eine Kugel in den Händen, während er neben beschlagnahmten Raketen auf der Klos C steht.

Foto: Tomer Appelbaum
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, hält eine Kugel in den Händen, während er neben beschlagnahmten Raketen an Deck der Klos C steht.

ein Kommentar von Ardašir Pârse

Tel Aviv – Vielleicht hat Benjamin Netanjahu nicht unrecht als er sagte: „Die Welt ist gegen Israel.“ Denn die Welt ist heute für die Mullahs. Wo sind die Advokaten der Menschenrechte geblieben? Die Welt ist im Einklang, zumindest was Iran betrifft und ließ Israel im Regen stehen.

Hier und dort, während einer Live-Übertragung der Regierungspropaganda-Veranstaltung über  Satellitenfernsehen, an der israelischen Marine-Basis in Eilat, verweilte die Kamera auf dem Gesicht des stellvertretenden Generalstabschefs, Generalmajor Gadi Eizenkot.

Generalstabschef, Generalleutnant Benny Gantz, ahnte, dass der Medienrummel rund um die Beschlagnahme des Schiffes Klos C, das im Verdacht steht iranische Waffen zu schmuggeln, sich über das Wochenende hinziehen wird, weshalb er am Samstagabend aufbrach, um einen bereits zuvor geplanten Besuch in den Vereinigten Staaten zu machen. Eizenkot, ein disziplinierter Soldat, war gezwungen, seinen Platz auf der Anklägerbank in Eilat einzunehmen, neben dem Ministerpräsidenten und Verteidigungsminister. Für eine Zeit sah es so aus, als ob der stellvertretende Generalstabschef lieber woanders gewesen wäre, wenn es auch vielleicht nur den Eindruck auf die Beobachter machte. Weiterlesen

Iran-Israel: „False Flag Attack“ oder die nackte Wahrheit?

Foto: AFP  Lieutenant Benny Gantz bei einer Pressekonferenz am 05. März 2014 bei einem Briefing der Presse hinsichtlich der Ereignisse im Roten Meer

Foto: AFP
Lieutenant Benny Gantz bei einer Pressekonferenz am 05. März 2014 bei einem Briefing der Presse hinsichtlich der Ereignisse im Roten Meer

ein Kommentar von Ardašir Pârse

Tel Aviv  – Trotz anhaltender sicherheits- und nachrichtendienstlicher Zusammenarbeit der USA und Israel, sieht Washington, Mitglieder der neuen iranischen Führung, als rationale Partner an. Das angebliche Abfangen von iranischen Waffen auf dem Schiff Klos C durch die Shayetet, die 13. Israelische Elite-Marinekommandoeinheit im Roten Meer, kam inmitten eines wachsenden Streites zwischen Jerusalem und Washington Israel entgegen. Die Zwietracht ist die fast unvermeidliche Folge des Interimsabkommens, das von Teheran und den Weltmächten im letzten November in Genf, mit dem Ziel der Eindämmung des iranischen Nuklearprogramms, unterzeichnet wurde. Weiterlesen

Der verzweifelte anti-iranische Kampf um reduzierte iranische Rohölexporte

Foto: Reuters Die 5 + 1 Gruppe und die iranische Delegation bei der Bekanntgabe der Einigung im Atomstreit in Genf

Foto: Reuters
Die 5 + 1 Gruppe und die iranische Delegation bei der Bekanntgabe der Einigung im Atomstreit in Genf

Washington – Die Obama-Regierung stand am vergangenen Donnerstag vor einem Hearing des Gesetzgebers wegen kursierender Berichte, dass China und Indien deutlich die Einfuhr iranischen Erdöls erhöhen werden, berichtete in einem Artikel die Washington Post unter Bezugnahme auf die Associated Press. Weiterlesen

Syrien: Iran verstärkt die Unterstützung für Bashar Al Assad

Foto: APFoto: AP

Ein Kommentar von Ardašir Pârse

Damaskus – Syriens Bürgerkrieg nähert sich dem Beginn des vierten Jahres, während Iran die Unterstützung von Bashar Al Assad gegen die sunnitischen Terrorbanden, durch den Einsatz von Elite-Truppen, deren Aufgabe darin besteht, Informationen zu militärischen Truppenbewegungen zu sammeln und Assads Truppen zu trainieren, verstärkt. Die verstärkte Unterstützung durch den Iran, wird zu keinen Zugeständnissen von Bashar Al Assad in den Genfer Friedensgesprächen führen, berichtete Reuters in einem Artikel.

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Die türkische Sprache in Iran

Ahmad Kasravi

Ahmad Kasravi

aus dem Englischen von Ardašir Pârse

Die meisten Iraner glauben, dass man in Iran nur „Farsi“ spricht, und nur wenige sind sich bewusst, dass die türkische Sprache in Iran weit verbreitet ist und vielleicht sogar häufiger gesprochen wird als „Farsi“. Viele Iraner würden auf die Frage ob Türkisch in ihrem Land gesprochen wird antworten: Sicher, in einigen Provinzen wie Azarbaidschan und Khamse“, und viele von ihnen würden dies durch die Nähe dieser Provinzen zum Kaukasus oder des ehemaligen osmanischen Territoriums erklären.

Ahmad Kasravi احمد کسروی‎, der iranische Sprachwissenschaftler, Historiker, Philosoph, Jurist und Mullah schrieb in einem Artikel in arabischer Sprache, im syrischen Magazin Al-Irfan, Nr. 8, publiziert in den Jahren 1922 u. 1923 : „Ich habe noch nie gesehen oder gelesen, weder unter den Iranern selbst, noch bei den Ausländern, die über den Iran und seine Angelegenheiten schrieben oder diskutiert haben, die Wahrheit über diese Angelegenheit zu erfahren. Die Iraner, selbst diejenigen Iraner, die Türkisch sprechen können, behaupten, dass es eine Fremdsprache sei, die ihr Land zu Zeiten der türkischen und mongolischen Herrschaft durchdrungen hatte und sich mit der Klinge des Schwertes verbreitete. Sie verachten und verabscheuen unaufhörlich die türkische Sprache und würden es gerne sehen, sie zu beseitigen, und sie in ihren Provinzen auslöschen, um sie durch das „süße Persisch“ zu ersetzen.“ Und das hat sich bis heute nicht geändert. Das Wissen darüber ist spärlich und teilweise auch verzerrt. Weiterlesen

Sepandârmazdgân: Im Namen der iranischen Frau

Jašne mehrafzâ va šâdiyafruze Sepandârmazdgân xojaste bâd

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Jašne Sade – Am Anfang war das Feuer

Dieser Artikel ist auch in Spanisch auf zu lesen: Mlillenio und Yahel

Jašne Sade [جشن سده‎] ‏ oder auch Sadah genannt gehört zu den ältesten Festen der Menschheit und wird am 30. Januar eines jeden Jahres, 50 Tage und 50 Nächte vor Nowruz [نوروز], dem persischen Neujahrsanfang am 20. oder 21. März, genau in der Mitte des Winters, mit großen Feuern gefeiert.

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Die Führung Irans sollte Gnade für Pastor Saeed Abedini walten lassen

Pastor Saeed Abedini

Davos – Etwas geschah während des Weltwirtschaftsforums 2014 in Davos in der Schweiz in diesem Jahr. Es hat keine Schlagzeilen gemacht, aber das was geschah, war etwas, das sicherlich nicht ignoriert werden sollte, schrieb in einem Artikel Fox News.

Während die iranische Führung die meiste Zeit im Gespräch über ihr Atomprogramm und anderen Fragen, einschließlich dem Thema Syrien verbrachte, gab es einen kurzen Gesprächsaustausch zwischen einem Reporter und Irans Außenminister bezüglich der Inhaftierung von mehreren Amerikanern, darunter auch Pastor Saeed Abedini, der nun seit mehr als einem Jahr in Haft gewesen ist,  – nur wegen seines christlichen Glaubens. Weiterlesen

Barack Obamas muslimischer Bruder proklamierte: „Jerusalem gehört uns, wir kommen“

Jerusalem gehört uns, wir kommen

Washington – Malik Obama, der kenianische Halbbruder des Präsidenten der USA, führt die Barack H. Obama Stiftung, eine Gruppe, die Malik gegründet hatte und verwaltet. Der Name bezieht sich auf den gemeinsamen Vater der Beiden. Er, Malik, war der beste Mann bei der Hochzeit von Barack und Michelle Obama im Jahr 1992. Er erschien an der Waisen-Entwicklungsfond-Konferenz in Jemen im Jahre 2010 mit einem Hamas Palästinenser-Schal auf dem bekannte palästinensische Slogans, anti-israelische Parolen der Terrorgruppe Hamas, gedruckt waren. Die Aussagen beinhalteten „Jerusalem gehört uns – wir kommen“ und „vom Jordan bis zum Mittelmeer“, eine Aussage die wiedergeben soll, dass Israel nicht existiert. Der Präsident war schweigsam, über seine Beziehung mit Malik, der im Jahr 2013 gesagt hatte, dass die Beiden sich näher stehen als die Amerikaner glauben, darüber schrieb die Daily Mail am 29.01.2014 in einem umfassenden Artikel. Weiterlesen

Iran: Khameneis Steigerung seiner Business-Imperium Gewinne aus den Iran-Sanktions-Erleichterungen

Ayatollah Ali Khamenei

Teheran – In einem Artikel berichtete uns Reuters am 22.01.2014, dass seit zwei Wochen einer der wichtigsten Nutznießer, der iranische Diktator des Landes, durch die Lockerung der Sanktionen ist – der Oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei .

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Israelische Soldaten iranischer Herkunft sind in der israelischen Armee ein Highlight

Bildquelle Yael Saleh_Bamahane_1

Jerusalem – Vom Schatten der Ayatallohs in die geheimnisvolle Welt der IDF [Israel Defense Forces] – in Iran geborene Israelis sind in der Nachfrage von Top-Militärs aufgefordert, in der Armee über den obligatorischen Dienst hinaus zu bleiben, berichtete die Ynetnews (Israel News) am vergangenen Donnerstag:

Zum ersten Mal veröffentlichte das IDF  Wochenmagazin Bamahane („im Lager“) Zahlen über die Anzahl und Positionen der iranischen Einwanderer in Israel, die für die israelische Armee gewonnen werden.

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Die islamisierten Armenier

armenischen Kinder

Istanbul – Anfang November, hielt die Hrant Dink Stiftung eine Konferenz zum Thema „islamisierte Armenier“ an der Bosporus-Universität in Istanbul ab und brach damit ein Tabu mehr in der Türkei. Islamisierte Armenier waren bisher eine verborgene Wirklichkeit, ein Geheimnis das vielen bekannt ist, aber nicht jedem offenbart werden konnte, hinter verschlossenen Türen geflüstert wurde, in Geheimdienstkreisen gehandelt und schließlich frei in der Öffentlichkeit bekannt wurde.

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Jahresrückblick 2013

Der Jahresbericht 2013 liegt vor. Im Folgenden eine Kurzfassung:

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10, 9, …3, 2, 1 Happy New Year!

Frohes neues Jahr 2014

Neujahrsansprache von Pârse & Pârse:

Pârse & Pârse wünscht der Leserschaft ein glückliches, neues Jahr,

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Weihnachten in Iran

Pârse & Pârse wünschen der Leserschaft fröhliche Weihnachten

جشن زایش عیسی مسیح بر همه ی ترسایان فرخنده باد

Jašne zâyeše Isâ Masih bar hameye tarsâyân farxonde bâd

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Neue Verbreitung von Christenhass in der Türkei

Haben Sie jemals einen Christen gesehen, der das Opferfest feiert

Dieser Artikel wurde ins Spanische übersetzt

Kocaeli – Eine neue Hasskampagne gegen Christen verbreitet sich in Twitter, Facebook und türkischsprachigen Foren wie ein Lauffeuer. Gegenstand der Aufregung ist ein Billboard in der türkischen Stadt Kocaeli. Auf dem oben gezeigten Billboard steht in türkischer Sprache die Frage: „Haben Sie jemals einen Christen gesehen, der das Opferfest feiert?“ Und darunter antwortet der abgebildete Weihnachtsmann: „Wir haben gesehen, wie Muslime Weihnachten feiern!“ Der anatolische Jugendverband der Muslime an der Universität Kocaeli, AGD (Anadolu Gençlik Derneği Kocaeli Üniversite) ist verantwortlich für dieses Billboard, das seit Mitte Dezember überall in den Stadtteilen der Stadt Kocaeli zu sehen ist.

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Iran: Fünf Wege um eine Wirtschaft zu zerstören

Ahmadinedschad vs. Rouhani

Teheran – Für Hassan Rohani, Irans neuen Präsidenten, jährte sich letzte Woche [04.12.2013] seine Regierungszeit zum 100. Tag im Amt, während er einen Bericht über die Wirtschaft freigab. Er malte ein düsteres Bild, aber anstatt die Schuld auf die internationalen Sanktionen zu schieben, sagte Rohani, dass vor allem die populistische Politik seines Vorgängers, Mahmud Ahmadinedschad, für das Chaos verantwortlich ist, schrieb die Financal Times.

Schuld an der Misere aber, ist nicht nur die populistische Wirtschaftspolitik Ahmadinedschads, sondern sie muss grundsätzlich im sozio-islamischen Liberalismus und im Ende des wirtschaftlichen Liberalismus seit 1997 gesucht werden. Die Gründe dafür liegen im Machterhalt des Klerus, der die Umsetzung unvernünftiger ökonomischer Maßnahmen zur Folge hatte. Nachdem man in Iran von einer konsequenten Liberalisierung der Wirtschaft seit Mitte der 1990iger Jahre Abstand genommen hatte und soziale, anti-ökonomische Reformen eingeleitet wurden, die der Unterstützung der unteren Bevölkerungsschichten dienen sollten, um wiederum deren politische Unterstützung zu erhalten, führte diese islamische sozio-ökonomische Wirtschaftspolitik, die ihren Höhepunkt während der 8-jährigen Amtszeit Ahmadinedschads erreichte, nicht zur gewünschten äußeren und inneren Stabilität des Landes, sondern an den Rand des Kollapses.

Neben den stets postulierten Forderungen der Wirtschaft war keine grundlegende Veränderung der wirtschaftlichen Umgebung und der staatlichen Struktur vorgesehen und nicht eingeleitet worden, womit ein signifikanter Fortschritt innerhalb der Wirtschaftsreformen auch nicht zu erwarten war. Doch ohne die fundamentale Restrukturierung der Wirtschaft, des Rechts- und Staatswesens, werden die Probleme der Vergangenheit noch für einige Zeit weiter bestehen bleiben – in einer Weltwirtschaft, die dominiert wird von technologischer Innovation und globalem Wettbewerb.

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Der Iran und die Türkei sind nicht miteinander zu vergleichen

Atatürk_Rezâ Šâh

Atatürk_Rezâ Šâh

Die iranische Nation ist seit je her von einem grundlegenden Problem befallen. Ihr Problem ist, dass sie sich noch nie richtig mit dem Sinn der Philosophie und dem Rationalismus befasst hat. Das Problem heißt „das Fehlen eines Logik-orientierten-Charakters“. Ist diese Logik vorhanden, werden die Iraner die geistige Einheit erreichen, um die historischen und sozialen Dilemmata zu passieren und hinter sich zu lassen. Dieser Mangel ist der Grund, weshalb wir keine Prinzipien für unsere Worte, unser Denken und unser Handeln im kollektiven Namen „Iraner“ aufgestellt haben! Wir versuchen ständig unsere Persönlichkeiten der iranischen Geschichte mit X und Y zu vergleichen, und aufgrund unserer historischen Komplexe vergöttern wir entweder diese iranischen Persönlichkeiten und wollen ihre negativen Eigenschaften nicht sehen, oder sehen doch nur die negativen Eigenschaften und schwärzen damit die gesamte Person und ihre Taten für das Land an! Im Moment ist es Mode geworden Rezâ Šâh mit Atatürk zu vergleichen, sowohl Patrioten als auch die Gegner. Sicherlich hatte jeder von ihnen seine Schwächen und negativen Seiten, aber auch Stärken und positiven Seiten. Wichtig ist, alles zusammen hinzunehmen und nicht zu versuchen mit der heutigen Weltanschauung diese Persönlichkeiten entweder zu verdammen oder aus ihnen einen Kult zu machen. Weiterlesen