Der iranische Genozid (1)

Hungersnot in Iran durch die Briten

Hungersnot in Iran durch die Briten

 von Fartâb und Ardašir Pârse

Pârse & Pârse – Es gibt in den letzten 100 Jahren einige dunkle Ecken in der iranischen Geschichte, deren Aufklärung den Iranern, insbesondere der jungen Generation helfen kann, über die Geschehnisse anders zu denken und zu urteilen, als diejenige Generation, die unwissend vor etwa 34 Jahren den Fortschritt und Wohlstand mit eigenen Händen vernichtet hat. Wir sind diejenige Generation, die ihre Väter für ihre Taten verurteilen; aber sogar unsere Generation weiß nicht viel über den Verlauf der Ereignisse bis zur Katastrophe von 1979 – die islamische Revolution.

Unsere Väter stammten aus derjenigen Generation, die über das Leid ihrer Väter und Großväter nie die Wahrheit erfahren hatten, sonst hätten sie niemals zugelassen, dass der Fortschritt und der Wohlstand dem Rückschritt und dem Elend Platz macht. Was Sie gleich lesen werden, ist eine kurze Zusammenfassung des Buches „The Great Famine and Genocide in Persia, 1917 – 1919“ [Die große Hungersnot und der Genozid in Iran zwischen 1917 – 1919], geschrieben von Mohammad Gholi Majd, erschienen durch die University Press Of America (August 2003), auf 162 Seiten. Majd dokumentiert in diesem Buch einen wahren Genozid, über den praktisch nichts geschrieben wurde. Das Middle East Journal schrieb über dieses Buch: „Majd bringt die persische Hungersnot, ein Thema, dem in der Vergangenheit nur sehr wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde, in den Vordergrund.“ Majd ist Doktor der Agrarökonomie. Die politische Weltanschauung von Dr. Majd ist für Pârse & Pârse völlig irrelevant, denn die Recherche und Forschung über diese dunkle Ecke unserer Geschichte ist sehr wertvoll und behandelt das Geschehen in den Jahren des letzten Kaisers der türkischen Qadscharen Dynastie Ahmad Šâh Qajar und seiner Habgier. Weiterlesen

Persische Redewendungen E – H

Bilderklärung: Man muss es nehmen, wie es kommt_Harce piš âyad xoš âyad

Von A bis E

In dieser Reihe versuchen wir die persischen Redewendungen zu sammeln. Bitte helfen Sie uns diese Sammlung zu erweitern, denn die persische Sprache ist eine wunderbare Sprache voller Redewendungen und Metaphern. Weiterlesen

Aufstieg und Niedergang der Arsakiden (16)

Carrhae Krieg

Der Teil 15 der Reihe

Der Krieg von Carrhae

Andromachus versuchte als Wegweiser die Römer nicht weit weg von den Parthern zu bringen, sie sollten in der Nähe der Parther bleiben, daher hat er sie hin und her laufen lassen, bis sie einen Sumpf erreichten. Einige der Römer schöpften Verdacht und wollten ihm nicht mehr folgen, daher nahm Cassius wieder den Weg nach Carrhae.

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Persische Redewendungen A – E

In dieser Reihe versuchen wir die persischen Redewendungen zu sammeln. Bitte helfen Sie uns diese Sammlung zu erweitern, denn die persische Sprache ist eine wunderbare Sprache voller Redewendungen und Metaphern. Weiterlesen

Aufstieg und Niedergang der Arsakiden (15)

Carrhae Krieg

Der Teil 14 der Reihe

Crassus und Ariamnes [Âriyârâmna]

Crassus war sich nicht sicher, ob er den Einmarsch ins Zweistromland fortsetzen solle, oder eher ein Lager aufschlagen und der Armee eine Pause einräumen solle. Ariamnes, ein arabischer Vasallenkönig der Parther, eilte mit viertausend leichtbewaffneten Fußsoldaten und Reitern zum Lager Crassus und erklärte sich zu seinem Verbündeten im Kampf gegen den Parther König Orodes I.

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Aufstieg und Niedergang der Arsakiden (14)

Der Teil 13 dieser Reihe

Die Lage in Rom

Während dieser Zeit gab es drei Potentaten im römischen Reich, die nach ihren erfolgreichen Eroberungen sehr mächtig geworden waren, sie hießen Gaius Iulius Caesar, Gnaeus Pompeius Magnus und Marcus Licinius Crassus.

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Wenn Amerika Iran in die Steinzeit bombt

Wenn Amerika Iran in die Steinzeit bombt

Dieser Artikel wurde ins Spanische übersetzt: Hier

Ein neues Onlinespiel mit Namen Tell Me How It Ends, entwickelt von der Washingtoner Denkfabrik Truman National Security Project, zeigt den Spielern, welche Folgen ein amerikanischer Angriff auf den Iran haben könnte. Unschwer kann man in diesem Spiel erkennen, dass seine Macher jenes Lager unterstützen, welches einen amerikanischen Angriff auf das iranische Atomprogramm protegiert. Das Spiel betont aber auch, dass ein Angriff auf den Iran verheerende Folgen hat und was berücksichtigt werden muss, bevor man eine Entscheidung trifft . Das Spiel versetzt den Spieler in die Rolle des Präsidenten der Vereinigten Staaten, dem verschiedene Optionen für ein militärisches Vorgehen gegen das iranische Atomprogramm zur Verfügung stehen. Das Spiel, das die Spieler über Web-Browser spielen können, illustriert genau die Folgen eines US-Iran-Konflikts, von steigenden Ölpreisen bis hin zu Terroranschlägen gegen amerikanische Zivilisten.

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Mein Weltbild von Zarathustra

Zartošt

Von: Evelucas

Ich habe sehr interessiert den zweiteiligen Artikel „Zarathustra, ein Denker oder Philosoph?“ [Teil 1; Teil 2] gelesen, beabsichtigt aber viele der darauffolgenden Kommentare anderer „Leser“ dazu, nur überflogen, so ich sicher gehen wollte, hier völlig unbeeinflusst, meine ganz persönliche Meinung über Zarathustra sagen zu können. Zugleich jedoch, erhebe ich deswegen auch keinen Anspruch auf völlige Wahrheit meiner Anschauungen hier, da ich es von mir selbst als vermessen ansehen würde, dies überhaupt beurteilen zu können. Weiterlesen

„Den Menschen reicht es“

In der iranischen Hauptstadt Teheran ist es am Mittwoch [03.10.2012] zu Tumulten gekommen. Als die Polizei gegen private Wechselstuben vorging und Devisenschwarzhändler festnahm, kam es laut Augenzeugenberichten zu Zusammenstößen. Dabei wurden Sicherheitskräfte mit Steinen beworfen. Im Iran hatte sich die Währungskrise in den letzten Tagen gefährlich zugespitzt. Weiterlesen

Liberalismus, das Kernproblem in Iran (4)

Alle drei Teile dieser Reihe: Teil 1; Teil 2; Teil 3

Die ersten Teile der Artikelreihe fielen umfangreicher aus. Der ambitionierte Leser sollte in den ersten 3 Teilen mit der Entstehung und der Bedeutung des britischen Liberalismus vertraut gemacht werden. Dieser entstand aus den englischen Bürgerkriegen des 17. Jahrhunderts aus den Machtkämpfen zwischen dem protestantischen Besitzbürgertum, das die politische und religiöse Macht ergreifen wollte, und dem absolutistischen englischen König. Dabei handelt es sich bei dem Liberalismus um eine politische Ideologie zur Transformierung und Übertragung der politischen und religiösen Macht auf die tonangebende Oberschicht, das Besitzbürgertum und den Landadel, die basierend auf John Locke durch das Eigentum legitimiert sind, die politische und religiöse Macht auszuüben.

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Iran: Pastor Youcef Nadarkhani ist nach über tausend Knast-Tagen frei

Über 1000 Tage saß Pastor Youcef Nadarkhani im Iran hinter Gittern – nun wurde er vom Vorwurf der Apostasie (“Abfall vom Islam”) freigesprochen und aus dem Gefängnis entlassen. Weiterlesen

Iran trainiert weibliche Ninjas als potenzielle Killer

Dreitausend iranischen Frauen, die als Ninja-Kämpfer ausgebildet wurden, sagen, wenn es nötig sein soll, würden sie ihre Kampfkünste verwenden, um das Land zu verteidigen! Weiterlesen

Judenhass aus schiitischer Sicht

Von: Zichron Yaakov, Israel

Der iranische Mullahstaat und seine Ableger, die schiitischen Hisbollah des Libanon, hassen uns Juden aus ganzem Herzen. Sie hassen alles jüdische, den Staat Israel, die Juden der Diaspora, kurz, sie versuchen die Arbeit Hitlers fortzusetzen. Den Hass haben sie von diesem geerbt, die Motivation dazu offensichtlich ebenso. Weiterlesen

Israel: „Wir können das nicht alleine machen“

Ein Mädchen probiert eine Gasmaske in einem Verteilungszentrum in Jerusalem. Laut Medienberichten soll die Nachfrage angesichts der Spannungen mit dem Iran zugenommen haben.

In Israel wächst angesichts eines möglichen Angriffs auf den Iran die Nervosität

Von: Ben Segenreich aus Tel Aviv, 17. August 2012

Nun hat sich Präsident Peres in die Debatte eingemischt und in der Regierung Netanjahu damit für Ärger gesorgt. Weiterlesen

Aufstieg und Niedergang der Arsakiden (11)

Der Teil 10 dieser Reihe

Die Wiedereroberungen Mithridates II

Tarn schreibt in seinem Buch Parthia The Early Kings, auf den Seiten 585 – 586: „Mithridates II hatte Sistân [Sakestan] wieder erobert und die skythischen Herrscher zu seinen Vasallen gemacht; er hatte auch die anderen Gebiete, die die Skythen in Kandahar, Arius (Herat) [Âriyâ] und anderen parthischen Provinzen besetzt hatten, bis in die Nähe des Flusses Arius (Ochos) [heute Hari Rud] wieder erobert. In den chinesischen Berichten, aus dem Jahr 115 v. Chr., des chinesischen Gesandten Ch’ang Ch’ein, der ca. 129 v. Chr. ins Parther Reich geschickt wurde, wird entnommen, dass Mithridates II seine Eroberungen vom Fluss Amudarja bis in den Nordens Yen Ts’ais (Aorsi/Aral) vergrößerte; er brachte die gesamten Kaspischen Steppen, in denen die Massageten lebten, unter seine Kontrolle. Und somit wurden die östlichen Grenzen des Parther Reiches vom Zentrum nach Kandahar und Merw [Marguš/Margiyana] und vom Norden her bis in die Kaspischen Steppen und vom Osten her bis nach Indien ausgedehnt. Auf den Münzen, die in diesen Gebieten, unter der Herrschaft Mithridates II geprägt wurden, sind die Namen der Gebiete in griechischer Schrift geprägt, wie Traxiane, Merv und Aria. Das Ergebnis dieser Eroberungen war, dass die Massageten Stämme eine schwere Niederlage gegen Mithridates II erlitten haben und die mächtigsten Stämme von ihnen machten sich dann auf den Weg in Richtung Indien. Im Süden Irans konnte Mithridates II die Satrapie Pârse unter seine Herrschaft bringen, und weil die Lokalkönige im Pârse Gebiet alle den zoroastrischen Glauben praktizierten, gibt es aus der Zeit Mithridates II Münzen von ihm, auf denen ein Feuertempel zu sehen ist“.

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Aufstieg und Niedergang der Arsakiden (10)

Der Teil 9 dieser Reihe

Artabanos II [Artabân/Ardavân II] oder Arsakes VIII

Nachdem Phraates II im Kampf gegen die Skythen getötet wurde, wurde Artabanos II, der ein Greis und der dritte Sohn von Phriapatios [Friyâpet/Feriyâpet] (Arsakes IV) war, zum König gewählt. Justinus schreibt im Buch XLII, Kapitel 2, dass dieser König der Onkel von Phraates II war. Justinus und Gutschimd schreiben: „Artabanos II wurde durch Megisthanes [Mehestân], der Rat des Adels und der Prinzen, wegen der besonderen Lage in der sich das Reich befand, zum König ernannt. Die Skythen hatten sehr viel Unheil über das Land gebracht und bis auf eine Gruppe, die sich in Drangiana (später Sekestân/Sistân) niederließ, kehrten sie wieder zurück“.

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Aufstieg und Niedergang der Arsakiden (9)

Der Teil 8 dieser Reihe

Die Ereignisse nach diesem Krieg

Nach dieser herben Niederlage der Seleukiden, die der letzte Krieg und der letzte Versuch war den Iran wieder zu erobern, schickten seleukidische Regierungsbeamte eine Delegation in den Iran, denn sie fürchteten, dass nun Phraates II in Syrien und Anatolien einmarschiert und der Herrschaft der Seleukiden ein Ende setzt; sie wollten einen dauerhaften Frieden und Freundschaft zwischen beiden Ländern. Es waren genau die Staatsmänner, die damals das Friedensangebot von Phraates II abgelehnt hatten und den Delegationschef blendeten.

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Wie Iran seine Zukunft zerstörte

Dieser Artikel wurde ins Spanische übersetzt

Die Hinrichtung von Habib Elghanian des prominentesten jüdischen Industriellen und Philanthropisten war ein Wendepunkt für das Land. Stellen Sie sich vor, wo die US-Wirtschaft heute wäre, wenn John Jacob Astor, Cornelius Vanderbilt, Andrew Carnegie oder irgendeiner der Magnaten, die mithalfen Amerika in eine industrialisierte Gesellschaft zu verwandeln, durch ein revolutionäres Exekutionskommando erschossen worden wären. Das ist genau das, was Im Jahr 1979 in Iran meinem Großvater, Habib Elghanian, Irans prominentesten jüdischen Industriellen und Philanthropisten geschah.

aus dem Englischen von  Ardašir Pârse

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Von Allah zu Jesus

Immer mehr Iraner konvertieren trotz Repressalien zum Christentum. Auch in Österreich wachsen die iranischen Christengemeinden stark. Weiterlesen

Aufstieg und Niedergang der Arsakiden (8)

Der Teil 7 dieser Reihe

Die Kriegserklärung Antiochos VII Sidetes gegen Phraates II

Inzwischen konnte Antiochos VII Sidetes seinen Feind, den Usurpator Tryphon besiegen und den Bürgerkrieg von 146 bis 137 v. Chr. beenden, und die Kriege gegen die Juden von 137 bis 133 v. Chr mit der Eroberung von Jerusalem für sich entscheiden, dann die jüdische Herrschaft anerkennen und durch ein Bündnis mit den Juden sie auf seine Seite ziehen, um im Jahr 129 v. Chr. mit einer Armee von 300.000 Mann bestehend aus 80.000 Kriegern, Dienern, Mitläufern, Köchen und Schauspieler den Feldzug in den Iran zu unternehmen.

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