Der Fluch der neuen Weltordnung

ISIS-Landkarte

ein Kommentar von Ardašir Pârse

Eine neue Weltordnung wird schon seit langem angestrebt, von ganz verschiedenen Seiten, ganz gleich, ob von den westlichen Supermächten USA und Großbritannien, oder aber Russland, das auch nicht mit seiner imperialen Vergangenheit brechen will, China, oder von islamistischen sunnitischen Organisationen, die alle ihren Ursprung in der Muslimbruderschaft und ihren Zielen haben, ganz gleich ob Al Qaida, der Islamische Dschihad oder die ISIS, heute der IS. Im Titelbild sehen wir die Vorstellungen der muslimischen Extremisten, ihre Vorstellungen darüber, wie eine neue Weltordnung aus ihrer Sicht auszusehen hat. Schon F. William Engdahl, Wirtschaftsjournalist und Dozent, berichtete uns 1992 in dem von ihm erschienenen Werk „A Century Of War: Anglo-American Oilpolitics And The New World Order“ von den Plänen der USA für eine neue Weltordnung, welche Mechanismen dahinterstehen und wie dieses Ziel erreicht werden soll. Dr. Frederick Wills, der ehemalige Außenminister von Guyana schrieb zu diesem Buch: „…veranschaulicht die erbärmlichen Rekorde an Irrtum und Verbrechen, bei denen die Wenigen die Hebel ihrer Macht fast bis zum Zerbrechen überzogen. Ich empfehle das Buch allen, die wissen wollen, wie wirklich Weltgeschichte gemacht wird und welche Systeme hinter den politischen Kulissen täglich am Werk sind… Vor allem empfehle ich es Lesern in der Dritten Welt als einen glaubwürdigen Bericht, warum meine Generation der politisch Verantwortlichen nicht erreicht hat, was man vernünftigerweise hätte erwarten können.“ Stephen J. Lewis, Wirtschaftswissenschaftler und Finanzberater in London schrieb: „Wen es wirklich interessiert, wie die Weltwirtschaft heute funktioniert, der wird dieses Buch mit großem Gewinn lesen. Das Buch greift insbesondere die politischen Ziele Großbritanniens heraus – eine Spur in der neueren Geschichte, die bisher gewöhnlich übersehen wird.“ Nationaler US-Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski, berichtet uns in seinem Werk „Die einzige Weltmacht, Amerikas Strategie der Vorherrschaft“ ausführlich, wie und mit welchen Mitteln aus Amerikas Sicht, die Welt gestaltet werden soll. Es ist keine bessere Welt die uns erwartet, sondern eine Welt der zunehmenden Ausbeutung, Überwachung, Menschenverachtung und Verdummungsmaschinerie. Es ist eine Welt, in der vielleicht Karl Marx Vorhersage, der Verelendung des Proletariats, auf noch ganz andere Weise eintreten könnte. Helmut Schmidt kommentierte das Buch Brzezinskis mit den folgenden Worten: „Man muss dieses Buch zur Kenntnis nehmen, und man muss es ernst nehmen.“

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USA: Obamas lethargisches Verhalten gegenüber dem islamischen Staat IS

Obama
ein Kommentar von Ardašir Pârse

Washington – „Die erste Zelle syrischer Rebellen, von der CIA in Jordanien ausgebildet und bewaffnet, begibt sich auf ihren Weg nach Syrien,“ sagte US- Präsident Barack Obama Senatoren, noch im September 2013. Bei einem Treffen im Weißen Haus, versicherte der Präsident Senator John McCain, dass nach Monaten der Schulungen von Rebellen, die USA ihre Verpflichtung zur offenen Unterstützung der Rebellen (ISIS) in Syrien ausweiten. Obama sagte damals, „…dass eine 50-Mann-Zelle von US-Spezialeinheiten in Jordanien ausgebildet wurde und ihren Weg über die Grenze nach Syrien machte.“ Die Terror Einheit schien die erste Gruppe von Terroristen zu sein, die von der CIA, mit Wissen und auf Veranlassung der Obama-Administration in einem jordanischen Lager, jenseits der Grenze Syriens, ausgebildet und bewaffnet wurde, und in den syrischen Bürgerkrieg geschickt wurde. Heute kämpfen sie nicht nur in Syrien sondern auch in Irak im Islamischen Staat. Die Jerusalem Post berichtete noch im Mai 2014, dass Experten der Auffassung seien: “Ausländische Milizen bilden globale Jihad-Netzwerke, wenn sie zurück nach Hause kommen; denn in Syrien, treten vor allem ausländische arabische Kämpfer den Al-Qaida verbundenen Dschihad-Gruppen und ihren jihadistischen Rivalen bei.“ Die rund 5.000 ausländischen arabischen Aufständischen, die in syrischen Rebelleneinheiten kämpfen, sind kollektiv “eine tickende Zeitbombe für ihre Herkunftsländer”, ergab die damalige Studie, die von israelischen Sicherheitsexperten veröffentlicht wurde.

Heute muss diese Politik in Frage gestellt werden, doch Obama ist noch immer nicht bereit diesen Fehler einzugestehen und zu korrigieren. Die USA, als wankende Weltmacht, führen heute nicht mehr das große geopolitische Spiel im Nahen Osten an, das sich ihre Think Tanks in ihren pervertierten Hirnen ausgedacht haben, das Spiel ist ihnen aus der Hand genommen worden und entglitten, und von neuen und alten Global Playern und von ihnen selbst hoch gerüsteten Terrorbanden übernommen worden.

Einen Tag bevor der islamische Staat ein Video der brutalen Hinrichtung des amerikanischen Journalisten James Foley veröffentlichte, erklärte Präsident Barack Obama bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, dass der Sieg des islamischen Staates nicht in seiner Verantwortung liegt. „Wir sind nicht das irakische Militär, wir sind noch nicht einmal die irakische Luftwaffe“, sagte Obama und fügte hinzu: „Ich bin der Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte, und Irak muss letztendlich für die eigene Sicherheit sorgen.“

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Der islamische Staat: Im Geiste Dschingis Khans

Foto: Reuters Vertriebene der Minderheit der Yeziden, auf der Flucht vor der Gewalt der Terroristen des Islamischen  Staates in Sinjar, in Richtung der syrischen Grenze am 11. August 2014

Foto: Reuters
Vertriebene der Minderheit der Yeziden, auf der Flucht vor der Gewalt der Terroristen des Islamischen Staates in Sinjar, in Richtung der syrischen Grenze am 11. August 2014

ein Kommentar von Ardašir Pârse

Beirut„Der Mörder der Völker, die Geißel Allahs, der Antichrist, angekündigt durch eine Prophezeiung aus den Steppenregionen jenseits der Berge Asiens gelegen, hervorgegangen aus einer unreinen Rasse die keinen Wein trinkt und ihre Gerichte nicht salzt,“ das waren die Bezeichnungen der Chronisten jener Zeit, Anfang des 13. Jahrhunderts, die sie sich für Dschingis Khan erdachten. Arabische Medien haben die Kämpfer der IS vergangene Woche, von denen viele aus der EU stammen, alleine 700 Mann dieser Terrorbande sind französische Staatsbürger, mit den unzivilisierten turk-mongolischen Horden Dschingis Khans und Hülegü Khans, die den Nahen Osten im 13. Jahrhundert überrannten und mit Blut und Feuer überzogen hatten, verglichen. Weite Gebiete des Islamischen Staates sind mittlerweile menschenleer, Menschen brutal ermordet, Zivilisten, Frauen und Kinder bestialisch zu Tode gefoltert, vergewaltigt und vertrieben. Beim diesjährigen Interview mit Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah, am Jahrestag des Endes des Zweiten Libanonkrieges, konzentrierte er sich besorgniserregend auf die neue Gefahr im Nahen Osten: Ausbau und Reichweite des islamischen Staates IS, vormals ISIS. Im Vergleich zu dieser extremen sunnitischen Fraktion, die westliche und arabische Staaten hochgerüstet haben und damit erst die Möglichkeit geschaffen haben, rund 15.000 Terroristen einen Völkermord begehen zu lassen, erscheint die schiitische Hisbollah im Libanon hingegen, wie der Orden der barmherzigen Schwestern.

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Irans ballistische Raketen stehen bei den Atomgesprächen unter keinen Umständen zur Debatte!

Foto: AFP Ein Bild vom 28. Juni 2011, die ballistische Rakete Ghadr, die veränderte Version der Shahab 3, die während iranischen Militärmanövern gestartet wurde.

Foto: AFP
Ein Bild vom 28. Juni 2011, die ballistische Rakete Ghadr, die modifizierte Version der Shahab 3, die während iranischen Militärmanövern gestartet wurde.

Dieser Artikel wurde ins Russische übersetzt

Ein Kommentar von Ardašir Pârse

Teheran„Iran wird die Diskussion um seine ballistischen Raketen, als Teil der laufenden Gespräche mit den Weltmächten, über eine endgültige Vereinbarung über das iranische Atomprogramm bremsen“, sagte der iranische Verteidigungsminister Anfang April 2014. Die Ausführungen von General Hossein Dehghan waren eine klare Abfuhr an die jüngsten Äußerungen der Atomunterhändlerin des US-Außenministeriums, Wendy Sherman, die sagte, „Irans ballistische Fähigkeiten, sollten als Teil einer umfassenden Vereinbarung mit dem Iran angesprochen werden.“

Deutlicher, werden Diplomaten nur noch bei Kriegserklärungen, denn diese zusätzliche Forderung bedeutet neben dem geforderten Aus für Irans Urananreicherung und Urankonvertierung, das Aus für den Schwerwasserreaktor in Arak, das Aus für Irans ballistisches Raketenprogramm zur Verteidigung des Landes und womöglich das Aus für Irans Raumfahrtprogramm. Frechheit siegt! – aber nur manchmal.

Würden deutsche Diplomaten, sich einmal die Mühe machen, ins Archiv des Auswärtigen Amtes zu gehen, um dort über die deutschen nuklearen Ambitionen in den 1960iger Jahren nachzulesen, dann wüssten sie, wie schwierig es für ihre Vorgänger war, und mit welch‘ harten Bandagen sie gekämpft hatten, um das Atomprogramm der noch jungen Bundesrepublik, samt nuklearer Teilhabe der deutschen Bundeswehr gegen den Atomwaffensperrvertrag und gegen die USA zu verteidigen, ein Atomprogramm, das im Übrigen weit umfassender war, als Iran es heute verlangt. Im Forschungsreaktor Garching II, des Kernforschungszentrums in Garching bei München, wird heute hoch angereichertes waffenfähiges Plutonium produziert, – trotz Atomausstieg, trotz vehementer Nichtverbreitungspolitik, und entgegen allen inständigen Bitten der USA auf Unterlassung.

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USA-Iran: Die gescheiterte US-Sanktionsstrategie

 

Caterine Ashton und Mohammad Zarif

Catherine Ashton und Mohammad Javad Zarif

ein Kommentar von Ardašir Pârse

Teheran – Der US-Plan, iranische Ölexporte zu beschneiden, scheint in die Leere gegangen zu sein. Die Sanktionen auf iranische Ölexporte sollen Iran zwingen, Zugeständnisse bei seinem Atomprogramm zu machen. Aber Iran exportiert seit Mitte 2012 mehr Öl als jemals zuvor, ohne umfassende Zugeständnisse, deshalb darf man an der Effizienz der Sanktionsstrategie der Obama Administration zweifeln.

Nach den freigegebenen Daten der IAEO am vergangenen Freitag, sprangen Irans Rohölexporte Im Februar auf 1,65 Millionen Barrel pro Tag, dank steigender Käufe durch China, Indien und Südkorea. Das ist deutlich mehr, als die rund 1 Mio. Barrel pro Tag, die im Interimabkommen von der Administration mit der iranischen Regierung, als begrenzte Sanktionen gegen Teheran bei den Atomverhandlungen vereinbart waren.

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USA: Eine Weltmacht im Wanken

 

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aus dem Englischen von Ardašir Pârse

Erschienen unter dem Titel: „Obamas Aufmerksamkeitsdefizit-Diplomatie“ in der Financial Times

Washington – Als Senator Barack Obama im Jahr 2008 zu den ihn anhimmelnden Massen in Berlin sprach, versprach er, „die Welt wieder neu zu gestalten“. Heute kämpft er, um die entfremdeten Deutschen zu beruhigen, in dem er behauptet, dass er ihre Führer nicht ausspioniert. Es kann gut sein, dass kein US-Präsident die traditionelle globale Führungsrolle der USA wiederherzustellen vermag. Die Gefahr besteht nicht darin, dass China, Amerika als Garant, für die globale Stabilität verdrängt – Peking wird nicht diese Rolle übernehmen. Unter Präsident Obama, und wer auch immer sein Nachfolger einmal werden wird, wird die USA sich immer schwieriger in diese Rolle einfinden. Vom Ural bis zum Südchinesischen Meer, sind die Zeichen des nachlassenden US-Einflusses sichtbar.

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Wael Nader al-Halqi: EU verweigert Wiedereinreise von nach Syrien entsandte Terroristen

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Dieser Artikel wurde ins Spanische übersetzt

Damaskus – Der syrische Ministerpräsident Wael Nader al-Halqi verurteilte die europäischen Staaten für das Entsenden von islamistischen Terroristen nach Syrien, und sagte, dass die gleichen Terroristen Europa gefährden können, und deshalb habe die EU beschlossen ihre Rückkehr zu verhindern.

„Die europäischen Länder trafen die Entscheidung, die Rückkehr der Terror-Kämpfer aus Syrien zu verhindern, wegen des gefährlichen Gedankengutes der Takfiri und Wahhabiten Rebellen“, sagte Halqi, Fars News Agency am Mittwoch.

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Achtung! Wichtige Meldung der Bundesregierung

 

Anlässlich der seit Jahren drohenden Griechenlandpleite hat die deutsche Bundesregierung zu einem wichtigen Programm zur Rettung des Euro aufgerufen und bittet die deutschen Bürger um ihre Unterstützung.

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