Israel unterliegt im lang anhaltenden Ölstreit mit Iran

 

Foto von Eliyahu Hershkovitz Ölpest im Evrona Natur Reservat. Die Eilat-Ashkelon Pipeline Company ist vor kurzem nach einer Ölpest im Süden Israels in den Schlagzeilen gewesen. Sie ist auch an einem lang andauernden Schiedsgerichtsverfahren mit dem Iran über die gekappte Geschäftsbeziehung beteiligt.

Foto von Eliyahu Hershkovitz
Ölpest im Evrona Natur Reservat.
Die Eilat-Ashkelon Pipeline Company ist vor kurzem nach einer Ölpest im Süden Israels in den Schlagzeilen gewesen. Sie ist auch an einem lang andauernden Schiedsgerichtsverfahren mit dem Iran über die gekappte Geschäftsbeziehung beteiligt.

Genf – Israel droht das Schiedsgerichtsverfahren gegen Iran bislang zu verlieren, und wird Dutzende von Millionen Dollar an die Islamische Republik zahlen müssen. Es waren eine ganze Reihe von Verfahrensterminen notwendig, in denen beide Seiten ihre gegenseitigen Ansprüche proklamierten und das Verfahren in die Länge zogen.

Israel verdankt Iran nun die Verurteilung zur Zahlung von 100 Millionen Dollar Entschädigung für Ölpipeline-Verluste, entschieden Schweizer Schiedsrichter. Dies entspricht einem Wert von 50% der Anteile Irans an der Eilat Ashkelon Pipeline Company.

Israel versuchte seinen Namen bei einer Entscheidung der Schiedsrichter in der Schweiz auf einen iranischen Anspruch von Millionen von Dollar Schadenersatz der Welt zu verheimlichen. Die Schiedsrichter waren von der Forderung Irans, die nach zwei Jahrzehnten der Schlichtung zwischen den beiden Ländern über iranische Verluste aus einem gemeinsamen Ölpipeline Geschäft entstanden sind, zunächst überrascht gewesen, nachdem Iran die Verbindungen mit Israel nach der islamischen Revolution von 1979 abgebrochen hatte. Weiterlesen

Die letzte Kaiserin – Farah Diba-Pahlavi

Kaiserin – Farah Diba-Pahlavi

Kaiserin – Farah Diba-Pahlavi

Bevor sie Iran verlassen musste, war das Leben der Farah Diba ein Traum. Nun schaut die ehemalige Kaiserin Irans mit betrübtem Blick auf ihr Land und hält sich auch mit Kritik nicht zurück. Ein Treffen in Paris. Weiterlesen

Hisbollah: Neue iranische Raketen sind eine Abschreckung für Israel

Verbesserte Boden-Boden Rakete Fateh-110 an einem unbekannten Ort, in Teheran, Iran, im Jahr 2010. Foto: AP

Verbesserte Boden-Boden Rakete Fateh-110 an einem unbekannten Ort, in Teheran, Iran, im Jahr 2010. Foto: AP

Beirut – Einer der führenden militanten Führer rühmt sich, dass die Hisbollah nicht nur Raketen, sondern auch Ausbildung und technisches Know-how aus dem Iran erhält, um mehr Raketen zu bauen.

Iranische Raketen mit höchster Genauigkeit, welche die Hisbollah erhalten hat, sind ein „wirklich abschreckender Faktor“ in der Konfrontation mit Israel, sagte einer der Führer der militanten libanesischen Gruppe Irans Tasnim News Agency am Sonntag.

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Iran – USA: Um die Hölle auf Erden zu beseitigen, kann sogar der Teufel rekrutiert werden

EU Aussenbeauftragte Catherine Ashton und Irans Außenminister Javad Zarif

EU Außenbeauftragte Catherine Ashton und Irans Außenminister Javad Zarif

 ein Kommentar von Ardašir Pârse

Churchill_V_sign_HU_55521Washington – Sir Winston Churchill, der bedeutendste britische Staatsmann des 20. Jahrhunderts, verabscheute kommunistische Revolutionäre. Er beschrieb die bolschewistischen Führer als gestörte Kriminelle und morbide Mörder, als Insekten, Wölfe und Paviane, er verglich sie mit Typhus tragendem Ungeziefer und blutsaugenden Vampiren. Er lobte Mussolini in Italien für seine Siege über den „bestialischen Leninismus“, unterstützte Franco, die Kommunisten in der spanischen Revolution zu schlagen und verdammte sogar die Juden für ihre überproportionale Vertretung in der „weltweiten Verschwörung zum Sturz der Zivilisation.“ Für ihn waren die kommunistischen Revolutionäre der Teufel persönlich.

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Iran: Ein Land im Wandel der Zeit?

Bildquelle_©The Economist

Bildquelle_©The Economist

Ein Kommentar von Ardašir Pârse

Teheran – Vom Kaukasus bis hin zu den Gewässern des Indischen Ozeans, können die Iraner aufmerksam beobachten, wie ihre Regierung mit ausländischen Mächten über die verhängten Handelssanktionen wegen seines Atomprogrammes feilscht. Beinahe jede Stunde wird im iranischen Fernsehen die Hoffnung auf die Nachricht verfolgt, dass die Sanktionen aufgehoben werden.

In der Hoffnung ein nukleares Wettrüsten im Nahen Osten zu verhindern, haben die USA und ihre Verbündeten, wegen Irans Atomprogramm, es sehr schwierig für Iran gemacht, sich im internationalen Handel zu engagieren. Die Ölexporte des Landes sind auf die Hälfte ihres früheren Niveaus zusammengeschrumpft. Die iranische Regierung, hat für ihren Teil, ausführliche Gespräche mit Ländern, die als feindlich betrachtet werden, zumindest offiziell und öffentlich eingestellt. Die Motive dafür, sind sowohl interner als auch externer Natur. Alle Seiten sind daran interessiert, eine Lösung für diesen langen andauernden Stand-off zu finden. Eine Deadline wurde auf den 24. November 2014 festgelegt.

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Iran: Galgenfrist für Vergewaltigungsopfer?

Bildquelle: Telegraph.co.uk Reyhaneh Jabbari

Bildquelle: Telegraph.co.uk
Reyhaneh Jabbari

Teheran – Vor fünf Jahren wurde Reyhaneh Jabbari in Iran zum Tode verurteilt – der heute 26-Jährigen wird vorgeworfen, ihren angeblichen Vergewaltiger getötet zu haben. Nun haben die Behörden ihr offenbar in letzter Minute eine Galgenfrist von zehn Tagen gewährt. Das gab die Menschenrechtsorganisation Amnesty International unter Berufung auf nicht genannte Quellen bekannt, so der britische „Independent“. Jabbaris Mutter bestätigte laut Medienberichten, dass ihre Tochter noch lebe. Demnach sollte die Angeklagte Dienstag gehängt werden. Teherans staatliche Nachrichtenagentur bestritt, dass die Strafe kurz bevorstand. Weiterlesen

Atomstreit: Irans Botschaft lautet: Geben und Nehmen

Bildquelle Crashonline.de  Flagge-Islamischer-Staat-Verbot

Bildquelle Crashonline.de
Flagge-Islamischer-Staat-Verbot

Teheran – Wegen Irans großem Einfluss in Irak und in Syrien, halten die USA und seine Verbündeten es für schwierig, die Atomverhandlungen getrennt von anderen Konflikten in der Region zu sehen. Denn Teheran erwartet mehr Flexibilität im Atomstreit im Austausch. Iran ist grundsätzlich bereit, mit den USA und seinen Verbündeten zusammenarbeiten, um den militanten islamischen Staat zu stoppen, würde aber gerne mehr Flexibilität in Bezug auf sein Urananreicherungsprogramm sehen.

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USA: Obamas lethargisches Verhalten gegenüber dem islamischen Staat IS

Obama
ein Kommentar von Ardašir Pârse

Washington – „Die erste Zelle syrischer Rebellen, von der CIA in Jordanien ausgebildet und bewaffnet, begibt sich auf ihren Weg nach Syrien,“ sagte US- Präsident Barack Obama Senatoren, noch im September 2013. Bei einem Treffen im Weißen Haus, versicherte der Präsident Senator John McCain, dass nach Monaten der Schulungen von Rebellen, die USA ihre Verpflichtung zur offenen Unterstützung der Rebellen (ISIS) in Syrien ausweiten. Obama sagte damals, „…dass eine 50-Mann-Zelle von US-Spezialeinheiten in Jordanien ausgebildet wurde und ihren Weg über die Grenze nach Syrien machte.“ Die Terror Einheit schien die erste Gruppe von Terroristen zu sein, die von der CIA, mit Wissen und auf Veranlassung der Obama-Administration in einem jordanischen Lager, jenseits der Grenze Syriens, ausgebildet und bewaffnet wurde, und in den syrischen Bürgerkrieg geschickt wurde. Heute kämpfen sie nicht nur in Syrien sondern auch in Irak im Islamischen Staat. Die Jerusalem Post berichtete noch im Mai 2014, dass Experten der Auffassung seien: “Ausländische Milizen bilden globale Jihad-Netzwerke, wenn sie zurück nach Hause kommen; denn in Syrien, treten vor allem ausländische arabische Kämpfer den Al-Qaida verbundenen Dschihad-Gruppen und ihren jihadistischen Rivalen bei.“ Die rund 5.000 ausländischen arabischen Aufständischen, die in syrischen Rebelleneinheiten kämpfen, sind kollektiv “eine tickende Zeitbombe für ihre Herkunftsländer”, ergab die damalige Studie, die von israelischen Sicherheitsexperten veröffentlicht wurde.

Heute muss diese Politik in Frage gestellt werden, doch Obama ist noch immer nicht bereit diesen Fehler einzugestehen und zu korrigieren. Die USA, als wankende Weltmacht, führen heute nicht mehr das große geopolitische Spiel im Nahen Osten an, das sich ihre Think Tanks in ihren pervertierten Hirnen ausgedacht haben, das Spiel ist ihnen aus der Hand genommen worden und entglitten, und von neuen und alten Global Playern und von ihnen selbst hoch gerüsteten Terrorbanden übernommen worden.

Einen Tag bevor der islamische Staat ein Video der brutalen Hinrichtung des amerikanischen Journalisten James Foley veröffentlichte, erklärte Präsident Barack Obama bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, dass der Sieg des islamischen Staates nicht in seiner Verantwortung liegt. „Wir sind nicht das irakische Militär, wir sind noch nicht einmal die irakische Luftwaffe“, sagte Obama und fügte hinzu: „Ich bin der Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte, und Irak muss letztendlich für die eigene Sicherheit sorgen.“

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Liebesgedichte von Charles Bukowski werden in Iran erstmals veröffentlicht

Bukowski Buch_Quelle: AMAZON

Bukowski Buch_Quelle: AMAZON

Teheran – Nach iranischen Medienberichten zufolge, werden Liebesgedichte vom deutsch-Amerikaner Charles Bukowski über Alkohol, Sex und den Outsidern der Gesellschaft zum ersten Mal in Iran veröffentlicht.

Der Verlag Sarzamin-e Ahurayi sagte, er wird die Gedichte, welche der Schriftsteller Alireza Behnam ins Persische übersetzt hat, veröffentlichen. Es war jedoch nicht bekannt, wie genau die Übersetzungen den Originalen entsprechen. Weiterlesen

Der islamische Staat: Im Geiste Dschingis Khans

Foto: Reuters Vertriebene der Minderheit der Yeziden, auf der Flucht vor der Gewalt der Terroristen des Islamischen  Staates in Sinjar, in Richtung der syrischen Grenze am 11. August 2014

Foto: Reuters
Vertriebene der Minderheit der Yeziden, auf der Flucht vor der Gewalt der Terroristen des Islamischen Staates in Sinjar, in Richtung der syrischen Grenze am 11. August 2014

ein Kommentar von Ardašir Pârse

Beirut„Der Mörder der Völker, die Geißel Allahs, der Antichrist, angekündigt durch eine Prophezeiung aus den Steppenregionen jenseits der Berge Asiens gelegen, hervorgegangen aus einer unreinen Rasse die keinen Wein trinkt und ihre Gerichte nicht salzt,“ das waren die Bezeichnungen der Chronisten jener Zeit, Anfang des 13. Jahrhunderts, die sie sich für Dschingis Khan erdachten. Arabische Medien haben die Kämpfer der IS vergangene Woche, von denen viele aus der EU stammen, alleine 700 Mann dieser Terrorbande sind französische Staatsbürger, mit den unzivilisierten turk-mongolischen Horden Dschingis Khans und Hülegü Khans, die den Nahen Osten im 13. Jahrhundert überrannten und mit Blut und Feuer überzogen hatten, verglichen. Weite Gebiete des Islamischen Staates sind mittlerweile menschenleer, Menschen brutal ermordet, Zivilisten, Frauen und Kinder bestialisch zu Tode gefoltert, vergewaltigt und vertrieben. Beim diesjährigen Interview mit Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah, am Jahrestag des Endes des Zweiten Libanonkrieges, konzentrierte er sich besorgniserregend auf die neue Gefahr im Nahen Osten: Ausbau und Reichweite des islamischen Staates IS, vormals ISIS. Im Vergleich zu dieser extremen sunnitischen Fraktion, die westliche und arabische Staaten hochgerüstet haben und damit erst die Möglichkeit geschaffen haben, rund 15.000 Terroristen einen Völkermord begehen zu lassen, erscheint die schiitische Hisbollah im Libanon hingegen, wie der Orden der barmherzigen Schwestern.

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Irans Christen fliehen nach Bulgarien

 

Foto ©Fox News Omid Salehi, (l.), und 5 Familienmitglieder flohen nach Bulgarien, wo sie nun in Frieden ihren Glauben ausleben .

Foto ©Fox News
Omid Salehi, (l.), und 5 Familienmitglieder flohen nach Bulgarien, wo sie nun in Frieden ihren Glauben ausleben .

„Sie wünschen, dass ihr ungläubig werdet, wie sie ungläubig sind, so dass ihr alle gleich werdet. Nehmt euch daher keine Beschützer von ihnen, solange sie nicht auf Allahs Weg wandern. Und wenn sie sich abwenden, dann ergreift sie und tötet sie, wo immer ihr sie auffindet; und nehmt euch keinen von ihnen zum Beschützer oder zum Helfer.“

Der Qur’an
Sure 4 An-Nisa, 89

Sofia – Teheran nutzt seine Öl- und Gaseinnahmen zweifelsohne auch, um gegen religiöse Minderheiten im Land vorzugehen, das hat die Islamische Republik immer wieder, schon seit ihrem Bestehen, bewiesen. Während im Zuge des Atomdeals mit dem Westen iranische Vermögen in Höhe von 2,8 Mrd. USD freigegeben wurden, fanden bei diesem Deal lediglich die Zugeständnisse im Atomprogramm Berücksichtigung. Ethnische und religiöse Minderheiten, sind in westlichen Staaten wohl von untergeordneter Bedeutung, die Menschenrechte waren und sind kein Thema in den Verhandlungen mit dem von westlichen Staaten glorifizierten, sog. moderaten, Hassan Rohani. Es sind Verhandlungen unter Ausschluss der Berücksichtigung jeglicher Menschlichkeit. Während vergangene Woche wieder 2 Homosexuelle gehängt wurden und für internationales Aufsehen sorgten, haben westliche Staaten weiterhin nur Augen für Irans ziviles Atomprogramm und ihrer Angst vor der nicht mehr aufzuhaltenden Hegemonie Irans, als Supermacht von Kleinasien bis Indien, trotz Sanktionen, trotz Ausschluss von Technologie und Finanzmärkten, und trotz der illegalen und unilateralen UN-resolutionslosen Beschneidung iranischer Ölexporte durch die USA. Nach wie vor gibt es keinen einzigen Beweis dafür, dass Iran sein Atomprogramm militärisch nutzt. Im Gegenteil, vor Jahren schon hatte der CIA in seinem Report darauf hingewiesen, dass Irans Atomprogramm nicht militärischer Natur ist.

Währenddessen fliehen unter den islamischen Repressalien Minderheiten, wie Zoroastrier und Bahai weiter ins Ausland. Irans unterdrückte christliche Gemeinschaft flieht ebenso vor der zunehmenden religiösen Verfolgung im Land, trotz des angeblich moderaten und vom Westen in den Himmel gelobten Präsidenten Hassan Rohani. Hunderte von Menschen fliehen dabei an einen außergewöhnlichen Zufluchtsort Mitten in Bulgarien, nahe der Hauptstadt Sofia.

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Ein offizieller Bericht lüftet die geheime Welt des Sex in Iran

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Dieser Artikel wurde ins Spanische übersetzt

Teheran – Es ist das letzte, was Irans religiöse Herrscher wollten, nämlich über ein Thema sprechen, über das man in Iran nicht spricht, aber jetzt müssen sie darüber sprechen. Ein offizieller Bericht hat nun der Nation best gehütetes Geheimnis dokumentiert: Sex jeglicher Art, außerhalb des Ehebettes in der Islamischen Republik Iran findet weitverbreitet statt. Etwas unmoralisches, wogegen aus der Sicht der herrschenden Ayatollahs, etwas getan werden muss.

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Die Hamas sucht in Iran vergeblich nach einem alten Verbündeten

Unbenannt

„Die Stunde des Gerichtes wird nicht kommen, bevor Muslime nicht die Juden bekämpfen und töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken und jeder Baum und Stein wird sagen: ‚Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude ist hinter mir, komm und töte ihn!“

– SAHIH MUSLIM BUCH 41, NUMMER 6981, ZITIERT IN ARTIKEL 7 DER GRÜNDUNGSCHARTA DER HAMAS

Teheran – Während Irans Führer Ayatollah Ali Khamenei Muslime vergangene Woche dazu aufgefordert hat, Palästinenser gegen den „tollwütigen Hund“ Israel zu bewaffnen, muss man davon ausgehen, dass diese Aussage reine Mundpropaganda ist. Die Hamas ‏حَمَاسْ‎, im Krieg mit Israel, sucht mächtige Freunde und will zurück in den Schoss des Iran und der Hisbollah حزب الله‎ , aber die Zeiten haben sich geändert.

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Benjamin Netanjahu: Er wollte Krieg mit Iran, und bekam ihn in Gaza

Foto: AFP Ministerpräsident Benjamin Netanjahu spricht nach einem Treffen mit dem italienischen Außenminister Federica Mogherini in der Knesset in Jerusalem am 16. Juli 2014.

Foto: AFP
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu spricht nach einem Treffen mit dem italienischen Außenminister Federica Mogherini in der Knesset in Jerusalem am 16. Juli 2014.

Ein Kommentar von Ardašir Pârse

Tel Aviv – Das Ergebnis der Gespräche der letzten drei Wochen in Wien zwischen Iran und der P5 +1 Gruppe hätte normalerweise von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kommentiert werden müssen. Er hätte, wie schon in der Vergangenheit sicher, die lokalen und internationalen Medien um sich gesammelt, um zu sagen, dass die Verlängerung des Interimsabkommens aus dem November letzten Jahres um weitere vier Monate in Genf, als Ergebnis der Unnachgiebigkeit des Iran, erreicht wurde. Er hätte gesagt, dass die Genehmigung Teheran den Zugang zu 2,8 Milliarden US-Dollar eingefrorenen Bargeldes, im Gegenzug für einige Grenzwerte für die Anreicherung von Uran, bedeutet, dass die Iraner nuklear-militärische Forschung ungehindert fortsetzen können, während der Westen auf die Hebelwirkung durch Sanktionen verzichtet. Er würde die Führer der westlichen Staaten beschuldigen, den Iranern zu erlauben, mit Scheuklappen durch die Welt zu laufen. Nichts dergleichen ist mehr von ihm zu hören. Benjamin Netanjahu gibt heute nichts von all dem mehr von sich. Er hat zur Zeit andere Sorgen.

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Iran: Teheran ist bereit auch den Irak gegen die sunnitischen ISIS Terroristen zu verteidigen

ISIS Terror

Redaktion von Pârse & Pârse:

Achtung!

Das Bildmaterial in diesem Artikel kann die Psyche der Leser stark belasten!

Ein Kommentar von Ardašir Pârse

Teheran – Pârse & Pârse hat schon immer vor den sog. syrischen Rebellen gewarnt, während die westliche Mainstreampresse die islamischen Terroristen in Syrien, die zu einem großen Teil aus der EU stammen, als Befreiungsarmee verkaufen wollten, Bashar Al Assad als Diktator in ihrem Demokratiewahn verdammten und westliche sowie arabische Auslandsgeheimdienste zeitgleich die ISIS hochrüsteten. Heute spielen sie die Entrüsteten und plappern das nach, was wir vor mehr als zwei Jahren bereits geschrieben haben und in der Rubrik Arabischer Winter nachgelesen werden kann. Die Geister die man rief, wird man nun nicht mehr los.

“Iran ist bereit dem Irak mit den gleichen Methoden gegen die islamistischen Terroristen, wie in Syrien, militärisch zu helfen“, sagte ein iranischer General laut einem Artikel im Foreign Politics, der offiziellen Seite des US Außenministeriums. „Teheran bietet eine größere Rolle an, im Kampf gegen sunnitische Milizen die drohen Bagdad einzunehmen.“

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Britin in Iran zu 20 Jahren Haft wegen Facebook-Beiträge verurteilt

Roya Saberi Negad Nobakht

Roya Saberi Negad Nobakht

Teheran – Eine Britin und sieben weitere Personen wurden von einem iranischen Gericht zu bis zu 20 Jahren Haft für „gepostete Anti-Regime-Propaganda“ auf Facebook verurteilt, berichtete der Daily Telegraph unter Bezugnahme auf eine Oppositionsseite am vergangenen Freitag.

Die Nachricht zeigt, dass auch Personen mit iranischen Wurzeln und Staatsbürgerschaften von Drittländern, keine Immunität innerhalb und außerhalb Irans genießen, und bei Kritik an der Islamischen Republik zu schweren Haftstrafen verurteilt werden können, wenn sie von iranischen Behörden gefasst werden. Es zeigt weiter, dass die sozialen Netzwerke, weltweit, von iranischen Sicherheitsbehörden, insbesondere die darin enthaltenen politischen Beiträge und Kritiken an Religion, dem islamischen System und dem obersten Führer des Landes, durch Iraner im Exil, die in den meisten Fällen auch die Staatsbürgerschaft ihres Gastlandes besitzen, überwacht, registriert und verfolgt werden, und zu Verhaftungen mit anschließenden Verurteilungen zu schweren Strafen führen können.

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Ehemaliger US Marine der in Iran inhaftiert wurde, versucht Wiederaufnahme des Verfahrens

Foto: Associated Press  Amir Hekmati, ein ehemaliger US Marine

Foto: Associated Press
Amir Hekmati, ein ehemaliger US Marine

Teheran – Ein ehemaliger US Marine war in Iran zum Tode verurteilt worden, nachdem er der Mitarbeit für die CIA beschuldigt worden war. Nun versucht er ein weiteres Mal eine Wiederaufnahme des Verfahrens, nachdem seine Strafe in einem vorangegangenen Urteil schon einmal reduziert wurde, sagte sein Anwalt am Sonntag.

Amir Hekmati, ein amerikanisch-iranischer Doppelstaatsbürger, in Arizona / USA geboren und in Michigan aufgewachsen, war im August 2011 in Iran festgenommen worden, dann für schuldig befunden, wegen Spionage und zum Tode verurteilt worden. Irans Oberstes Gericht jedoch, erklärte das Todesurteil für nichtig, nachdem Hekmati Einspruch eingelegt hatte und ein Wiederaufnahmeverfahren im Jahr 2012 durchsetzte. Das Revolutionsgericht revidierte seine Verurteilung wegen Spionage, und klagte ihn stattdessen der „Zusammenarbeit mit feindlichen Regierungen“ an und verurteilte ihn zu 10 Jahren Gefängnis.

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USA-Iran: Die gescheiterte US-Sanktionsstrategie

 

Caterine Ashton und Mohammad Zarif

Catherine Ashton und Mohammad Javad Zarif

ein Kommentar von Ardašir Pârse

Teheran – Der US-Plan, iranische Ölexporte zu beschneiden, scheint in die Leere gegangen zu sein. Die Sanktionen auf iranische Ölexporte sollen Iran zwingen, Zugeständnisse bei seinem Atomprogramm zu machen. Aber Iran exportiert seit Mitte 2012 mehr Öl als jemals zuvor, ohne umfassende Zugeständnisse, deshalb darf man an der Effizienz der Sanktionsstrategie der Obama Administration zweifeln.

Nach den freigegebenen Daten der IAEO am vergangenen Freitag, sprangen Irans Rohölexporte Im Februar auf 1,65 Millionen Barrel pro Tag, dank steigender Käufe durch China, Indien und Südkorea. Das ist deutlich mehr, als die rund 1 Mio. Barrel pro Tag, die im Interimabkommen von der Administration mit der iranischen Regierung, als begrenzte Sanktionen gegen Teheran bei den Atomverhandlungen vereinbart waren.

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Iran verstärkte seinen Druck auf politische Gefangene, während der Nowrouz-Feierlichkeiten

Orumiyeh Gefaengnis in Iran

Orumiyeh Gefängnis in Iran

Teheran – Sie vernichteten Gegenstände ihres persönlichen Eigentums. Dann brachten die Henker mehrere politische Gefangene in Einzelhaft. Vier Tage vorher hatten die Henker des Regimes Sami Hosseini, einen zum Tode verurteilten politischen Gefangenen, bedroht und belästigt.

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Iran: Unter dem Schleier sterben die Blumen (2013)

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Jahresbericht über die Todesstrafe in Iran 2013

Mit mehr als 687 Hinrichtungen, ist die Zahl der Hinrichtungen in Iran im Jahr 2013 die höchste seit mehr als 15 Jahren. Mehr als 68% aller Hinrichtungen haben nach den Präsidentschaftswahlen vom 14. Juni stattgefunden.

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